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Triathleten vor der Qual der Wahl

Triathleten vor der Qual der Wahl

Mittlerweile gilt die Infrastruktur des Bostalsees als idealer Veranstaltungsort für die Ausdauersportart Triathlon. Binnen einer Woche werden dort zwei Wettbewerbe gestartet. Das sorgt für Verwunderung – und auch für Ärger.

Die Triathlon-Saison 2016 neigt sich so langsam dem Ende zu. Doch am Bostalsee geht es jetzt Schlag auf Schlag. Mit dem Top Race Germany an diesem Sonntag und eine Woche später mit der Premiere des Wettbewerbs Tri 113 über die Halb-Ironman-Distanz stehen erstmals zwei direkt aufeinander folgende Highlights an.

In den Mittelpunkt beim Top Race Germany rückt in diesem Jahr das Rennen über die Mitteldistanz (1,9 Kilometer Schwimmen, 75 Kilometer Radfahren und 20 Kilometer Laufen), bei dem die Landesmeister des Saarlandes und von Rheinland-Pfalz ermittelt werden. An den Start gehen unter anderem Helen Wiehr (LAZ Saarbrücken ), Karin Riedel (TV Saarwellingen) und bei den Männern Rainer Augustin (TV Saarwellingen), Daniel Bild (LTF Köllertal) sowie der Saarlandmeister von 2015 über die Olympische Distanz, Philipp Sahm (LTF Mauschbach).

Insgesamt 450 Teilnehmer, laut dem Veranstalter Illinger Lauffabrik 60 weniger als im Vorjahr, haben für die drei Strecken am Sonntag angemeldet (siehe Infokasten). "Im Triathlon zeichnet sich ein Trend ab, dass er etwas im Loch sitzt", meint Cordula Ogrizek, die mit ihrem Sohn Oliver im fünften Jahr das Top Race am Bostalsee organisiert. Auch bei anderen saarländischen Wettbewerben seien die Starterzahlen rückläufig. "Wir sind deshalb froh, dass so viele Athleten für unsere Veranstaltung gemeldet haben, wir stellen das Rennen mit vielen ehrenamtlichen Helfern auf die Beine", erklärt Ogrizek.

Nicht gerade glücklich ist sie darüber, dass am 11. September in Gonnesweiler der Internationale Triathlon Tri 113 über die Halb-Ironman-Distanz (1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen) stattfindet. Nur eine Woche nach dem Top Race.

"Unser Ziel ist es keineswegs, eine Konkurrenz darzustellen. Wir wollen auch bei der Sportlergruppe, die eine Woche zuvor gestartet ist, überhaupt nicht tätig werden", erklärt Konrad Dörner, der Leiter Kommunikation bei Tri 113-Veranstalter WEC. Doch mit den beiden aufeinander folgenden Veranstaltungen steht der Athlet vor der Qual der Wahl. "Wäre es nicht besser gewesen, einen Triathlon am Bostalsee für den Juli zu terminieren? Da ist doch eine Lücke", hatte Daniel Schallmo (Tritronic St. Wendel) Ende April bei der Vorstellung des Halbdistanz-Triathlons gefragt. Doch die Terminierung blieb. Dazu Landrat Udo Recktenwald , der auch Schirmherr beim Top-Race-Germany ist: "Der September ist der Sportmonat am Bostalsee, da passt der internationale Triathlon Tri 113 hervorragend rein."

Laut Recktenwald soll der Bostalsee zu einer Triathlon-Hochburg werden. Damit verbunden ist der Wunsch des Landrats "mal einen echten Ironman an den See zu holen". Die vorhandene Infrastruktur sei für diese Art von Sportveranstaltung ideal. "Deshalb wird sich unser Format auch durchsetzen", glaubt Dörner. Bei der Präsentation war die Agentur WEC allerdings von 600 bis 800 Teilnehmern bei der Premiere ausgegangen, bisher haben sich aber nur 120 angemeldet.

Zum Thema:

Auf einen Blick Die Startzeiten beim 5. Top-Race-Germany-Triathlon an diesem Sonntag am Bostalsee: Der Wettbewerb über die Mitteldistanz beginnt um 9 Uhr. Um 10 Uhr geht es auf die Olympische Distanz (1,5 Kilometer Schwimmen, 38,7 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen). Der Jedermann-Triathlon (300 Meter Schwimmen, 16,5 Kilometer Radfahren, fünf Kilometer Laufen) beginnt um 10.50 Uhr. frf