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Türkismühler Schule zeigt Wanderausstellung zu Antisemitismus

Türkismühler Schule zeigt Wanderausstellung zu Antisemitismus

Die Wanderausstellung "abgestempelt - judenfeindliche Postkarten" der Bundeszentrale für politische Bildung ist ab Montag, 5. September, im Foyer der Gemeinschaftsschule in Türkismühle zu sehen. Als erste Schule in Deutschland hat die Gemeinschaftsschule von der Bundeszentrale die Möglichkeit erhalten bis zum 7. Oktober die von Professor Dr. Thomas Goll (Technische Universität Dortmund ) überarbeitete und aktualisierte Ausstellung zu zeigen. Sie basiert auf der gleichnamigen Ausstellung des Museums für Kommunikation und des Jüdischen Museums der Stadt Frankfurt am Main und zeigt Bildpostkarten aus dem 19. und 20. Jahrhundert.

Was heute SMS, MMS und WhatsApp über das Handy, Tweets auf Twitter oder Messages auf Instagram sind, waren in der damaligen Zeit die Bildpostkarten. Mit ihnen wurden günstig und unkompliziert Nachrichten und Grüße versandt. Häufig dienten sie aber auch dazu, mehr oder weniger offen politische Botschaften, ethnische Vorurteile und rassistische Stereotype zu verbreiten. Am Beispiel der Postkarte als dem ersten modernen Massenmedium wird ersichtlich, wie harmlos erscheinende Alltagsstereotype in blanken Hass oder übelste Diffamierung ausarten können. Die Ausstellung verfolgt nicht nur das Ziel, etwas Vergangenes zu präsentieren, sondern möchte auch über Motive und Bildsprachen aufklären, um Besucher dafür zu sensibilisieren, Antisemitismus und andere Formen diskriminierender Etikettierungen auch in der Gegenwart zu erkennen.

Ausstellung während der Schulzeiten zu besichtigen. Gruppen und Klassen sollten sich im Sekretariat anmelden, Tel. (0 68 52) 9 02 50.