Die Kirchenmauer bröckelt weiter

Die Kirchenmauer bröckelt weiter

Stützpfeiler aus Beton und neue Sandsteine sollen die historische Mauer an der Wallerfanger Pfarrkirche absichern. Obwohl das Mauerwerk mürbe ist, plant die Pfarrgemeinde noch keine weitere Instandsetzung.

Sie steht noch immer, die historische Sandsteinmauer zwischen der Wallerfanger Pfarrkirche und dem Kindergarten. Aber mürbe ist sie, an zahlreichen Stellen bröckelt das Gestein. Vor rund einem Jahr hatten Maßnahmen begonnen, um die Standsicherheit der Mauer zu verbessern.

Stützpfeiler waren eine der Maßnahmen. Denn im Untergrund wirken unterschiedliche Druckverhältnisse. Auf der Kindergartenseite ist die Bodenoberfläche circa 1,3 Meter tiefer als auf der Kirchenseite.

Sechs Beton-Stützpfeiler

Für stabilere Verhältnisse sorgen seit März 2013 sechs Beton-Stützpfeiler. Sie stärken die Standfestigkeit der Mauer im Abstand von jeweils vier Metern vom Eingang Kindergarten bis zum Durchgang zwischen Kinderheim und Altenheim. Eine Schwachstelle ist weiterhin der Sandstein. Auf einer Länge von etwa 40 Metern bröckeln zahlreiche Stellen. Vermutlich sind Regenwasser und Frost dafür verantwortlich. Am Schlimmsten war es gleich gegenüber dem westlichen Ausgang der Kirche: Dort fehlten etwa in Hüfthöhe ganze Steinquader. Im Oktober wurde die Stelle mit rund einem Dutzend neuer Sandsteine ausgemauert.

Sicherheit an der Mauer

Per Erbpachtvertrag ist die Pfarrgemeinde Wallerfangen für die Sicherheit an der Mauer zuständig. Dazu musste sie sich um Genehmigungen und Zuschüsse kümmern sowie um die Abstimmungen zwischen Zivilgemeinde, Bistum, Land und Landkreis. Die Arbeiten kosteten nach Angaben der Pfarrgemeinde rund 18 000 Euro.

Weitere kaputte Stellen an der Mauer sollen erst angegangen werden, wenn Klarheit herrscht über andere Baumaßnahmen im Umfeld.

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