Marpinger CDU fordert kostenlose Windelsäcke

Marpinger CDU fordert kostenlose Windelsäcke

Marpingen. Familien mit Kleinkindern sollen kostenlose Windelsäcke bekommen. Das verlangt die CDU im Marpinger Gemeinderat. Deshalb will ihr Fraktionschef Peter Keßler während der Ratssitzung am Freitag, 29. Oktober, in Berschweiler einen entsprechenden Antrag stellen, kündigte er unserer Zeitung an. Damit sollen zudem Familien mit Schwerstpflegebedürftigen finanziell entlastet werden

Marpingen. Familien mit Kleinkindern sollen kostenlose Windelsäcke bekommen. Das verlangt die CDU im Marpinger Gemeinderat. Deshalb will ihr Fraktionschef Peter Keßler während der Ratssitzung am Freitag, 29. Oktober, in Berschweiler einen entsprechenden Antrag stellen, kündigte er unserer Zeitung an. Damit sollen zudem Familien mit Schwerstpflegebedürftigen finanziell entlastet werden. Hintergrund ist die Kritik an der neuen Müllgebührensatzung. Die hatten Bürgermeister während der Versammlung des Entsorgungsverbandes Saar (EVS) Anfang dieses Monats beschlossen (wir berichteten). Auch Marpingens Bürgermeister Werner Laub (SPD). CDU-Fraktionsvorsitzender Keßler befürchtet nun ab dem kommenden Jahr zusätzliche Gebühren von bis zu 26 Prozent je nach Müllaufkommen und Leerungshäufigkeit der Tonnen. Dem widersprechen zwar die Befürworter des neuen EVS-Systems, weil es gerechter sei: Wer viel Müll macht, zahlt auch mehr als der, der ihn vermeidet. Genau hier setzt aber Keßlers Kritik an: "Verlierer sind diejenigen, denen trotz Separierung von wiederverwertbaren Materialien eine weitere Abfallvermeidung auf Grund der Größe von Familie oder besonderer Lebensumstände nicht möglich ist." Und dazu zählten eben jene, die kleine Kinder oder Pflegebedürftige zu betreuen haben. Das bringe oftmals einen großen Windelverbrauch mit sich, der als zusätzlicher, nicht zu trennender Restmüll an der Gebührenschraube drehe. Keßler: "Deshalb stellt die CDU-Fraktion im Marpinger Gemeinderat den Antrag, diesen Familien auf Kosten der Gemeinde so genannte Windelsäcke zur Verfügung zu stellen, die mit der Abfuhr des Restmülls entsorgt werden."Wer soll davon profitieren? Laut CDU-Mann Familien mit Kindern bis zu zwei Jahren sowie denen, die Schwerstpflegebedürftige zu versorgen haben.