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Volleyball: SSC Freisen unterliegt Stuttgart hauchdünn

Volleyball : Drei Matchbälle reichen nicht zum Sieg

Die Volleyballerinnen des SSC Freisen haben am Samstag ihre erste Heimniederlage in der 3. Liga Süd kassiert. Trotz einer starken Leistung zu Beginn und einer 2:0-Satzführung gab es am Ende ein bitteres 2:3 gegen den TSV Stuttgart.

Alle Heimspiele des Volleyball-Drittligisten SSC Freisen in dieser Saison waren echte Fünfsatz-Krimis. Die ersten drei davon konnte Freisen jeweils mit 3:2 für sich entscheiden. Am Samstag gab es für den Aufsteiger aber den ersten Krimi ohne Happy-End. Vor 150 Zuschauern in der Bruchwaldhalle hieß es am Ende 3:2 für Mitaufsteiger TSV GA Stuttgart.

„Dabei hätten wir 3:0 gewinnen müssen“, ärgerte sich SSC-Trainerin Brigitte Schumacher nach der Partie, während ihre Spielerinnen mit leeren Blicken auf der Auswechselbank saßen. „Wir haben uns wohl schon zu sicher gefühlt“, pflichtete ihr Außenspielerin Doreen Werth bei.

Denn zunächst spielte Freisen den Gegner förmlich an die Wand. „Da hat alles richtig gut funktioniert. Die Aufschläge waren super, die Annahme, das Zuspiel und die Angriffe“, erklärte Schumacher. Die beiden ersten Durchgänge gewannen die Gastgeberinnen daher jeweils klar mit 25:18.

Dabei stand bei Freisen auch erstmals wieder Leonie Dewes als Zuspielerin auf dem Feld. Die 20-Jährige hatte rund drei Wochen wegen eines Bänderanrisses gefehlt. „Leonie hat es beim Aufwärmen versucht und hatte keine Schmerzen“, berichtete Schumacher. So konnte Christine Kolb, die Dewes als Zuspielerin vertreten hatte, wieder auf ihre angestammte Position in der Annahme zurückkehren.

Doch nach dem tollen Start schlich sich bei Freisen der Schlendrian ein. „Die Konzentration hat nachgelassen“, monierte Schumacher. Das ging schon bei den Aufschlägen los. „Und wenn die nicht mehr so gut kommen, wird es halt schwer“, weiß die Trainerin. Zudem kam der SSC mit Positions-Veränderungen beim Gegner nicht gut zurecht. Die Folge: Stuttgart gewann den dritten und den vierten Satz jeweils mit 25:20.

Wenig später sah es allerdings so aus, als könnte Freisen die Kohlen doch noch aus dem Feuer holen und zumindest wieder mit 3:2 gewinnen. Im Tie-Break hatten die Schumacher-Mädels nämlich beim Stand von 14:11 gleich drei Matchbälle. Doch die wurden alle vergeben.

Danach ging es hin und her bis Stuttgart beim Stand von 19:18 Freisen mit einem Schmetterball mitten ins Herz traf. Der landete zum 20:18 für den TSV im Feld – und die erste Heimniederlage des SSC in der 3. Liga war besiegelt.

Bereits am kommenden Samstag hat Freisen aber die Chance, es wieder besser zu machen. Dann empfängt der SSC zum vorletzten Heimspiel des Jahres den SSC Bad Vilbel. Die Hessinnen sind nach einer 0:3-Heimniederlage am Samstag gegen Lebach Tabellenvorletzter.

Freisen ist vor der Partie mit sieben Punkten aus sechs Spielen Achter – und damit gerade noch so auf einem Nichtabstiegsplatz. Allerdings sind ganz viele Teams dicht beisammen: Der Tabellenfünfte TV Villingen hat nur drei Punkte mehr als der Vorletzte aus Bad Vilbel.„Die Liga ist wahnsinnig eng“, weiß auch Schumacher. „Um zu gewinnen, musst du jedes Spiel an deine Grenzen gehen.“