Konstituierende Gemeinderatssitzung Schmelz

Gemeinderat Schmelz : Zwei weibliche Beigeordnete in der Gemeinde Schmelz

Im Schmelzer Gemeinderat gibt jetzt eine rot-grün-rote Kooperation den politischen Ton an. Der Rat trat jetzt zu seiner ersten Sitzung zusammen.

Erstmals in Schmelz wurden mit der Kriminalbeamtin Sandra Quinten (SPD) und der Rentnerin Rosi Grewenig (Linke) zwei weibliche Beigeordnete gewählt. Dritter Beigeordneter ist nun der Lehrer Hanko Zachow (Bündis90/Die Grünen).

Im Schmelzer Gemeinderat hat sich eine neue Mehrheitskooperation gefunden. SPD, Linke und Grüne bekamen bei der Kommunalwahl im Mai zusammen 56 Prozent der gültigen Stimmen und koalieren nun als Mehrheitsfraktionen.

Die SPD (42,3 Prozent) verfügt im neuen Gemeinderat wiederum über 15 Sitze. Grüne (6,9 Prozent) und Linke (6,8 Prozent) haben jeweils zwei Sitze. In der Opposition stellt die CDU (40 Prozent) 13 Ratsmitglieder und arbeitet mit der FDP (3,9 Prozent) zusammen, die mit einem Mitglied im neuen Rat vertreten ist. Nicht mehr dabei sind die Freien Wähler (FW-FWG), die sich vor der Kommunalwahl aufgelöst hatten. Zwei der ehemaligen Mitglieder haben sich der SPD angeschlossen. In der konstituierenden Ratssitzung verpflichtete Bürgermeister Emanuel zunächst 32 der insgesamt 33 Ratsmitglieder per Handschlag, ein Ratsmitglied fehlte entschuldigt. Einvernehmen herrschte, die Zahl der Beigeordneten bei drei zu belassen. Ebenso unverändert bleibt die Höhe der Aufwandsentschädigung für Beigeordnete, die den Bürgermeister mehr als drei Tage vertreten. „Wir liegen mit dem monatlichen Höchstbetrag von 1345 Euro am untersten Level im Saarland“, erläuterte Bürgermeister Emanuel. Bei der Wahl zur ersten Beigeordneten setzte sich Sandra Quinten (SPD) mit 19 Stimmen durch. Auf ihre Gegenkandidatin Doris Kiefer (CDU) entfielen 13 Stimmen. Die Wahl zur zweiten Beigeordneten gewann Rosi Grewenig (Linke) ebenfalls mit 19 Stimmen gegen Simone Ames (CDU), für die 13 Ratsmitglieder votierten. Im reinen Männerduell um das Amt des dritten Beigeordneten ging Hanko Zachow (Grüne) mit 19 Stimmen als Sieger hervor gegen Uwe Petry (FDP), der 13 Stimmen für sich verbuchen konnte. Eine höhere Aufwandsentschädigung und mehr Sitzungsgeld wird es in den nächsten fünf Jahren für die Schmelzer Gemeinderatsmitglieder nicht geben. Ein entsprechender Beschluss kam einstimmig zustande. „Somit bleibt die monatliche Pauschale für Ratsmitglieder bei 22 Euro, das Sitzungsgeld pro Mitglied bei 25 Euro und Fraktionssprecher erhalten wie bisher 30 Euro monatlich“, erläuterte Bürgermeister Emanuel. Unverändert bleiben auch die monatlichen Aufwandsentschädigungen für die Ortsvorsteher, je nach Anzahl der Bewohner, zwischen 150 und 570 Euro. Ortsratsmitglieder bekommen wie bisher acht Euro monatlich und zusätzlich 20 Euro pro Sitzung.

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