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| 20:58 Uhr

Er schwärmt vom Bohnental

Gerne genießt der Dorfer Ortsvorsteher Manfred Buchheit den schönen Ausblick vom Vorplatz der Kirche auf das Dorfgemeinschaftshaus und die schöne Landschaft im Bohnental.
Gerne genießt der Dorfer Ortsvorsteher Manfred Buchheit den schönen Ausblick vom Vorplatz der Kirche auf das Dorfgemeinschaftshaus und die schöne Landschaft im Bohnental. FOTO: Dieter Lorig
Dorf im Bohnental. Der Landkreis Saarlouis verfügt über viele schöne Aussichtspunkte. Von diesen erschließt sich dem Betrachter eine abwechslungsreiche Landschaft. In einer Serie stellen wir einige dieser Aussichtspunkte vor. Heute: der Blick auf die Landschaft in Dorf im Bohnental. Dieter Lorig

Idylle pur herrscht im Bohnental . Dazu zählt auch der nördlichste Schmelzer Gemeindebezirk Dorf im Bohnental . In der oberen Ortshälfte steht im Einmündungsbereich Lockweiler-/Mühlenbergstraße hangaufwärts die kleine Filialkirche St. Josef. "Vom Kirchenvorplatz gibt es einen tollen Ausblick auf die prächtige Landschaft im Bohnental ", schwärmt Manfred Buchheit.

Der 58-Jährige ist seit zwei Jahren Ortsvorsteher des 300 Einwohner zählenden Ortes. Dieser gehört zum Naturpark Saar/Hochwald. "Bei uns ist die Dorfgemeinschaft nach wie vor bestens intakt", sagte Buchheit stolz. Der Bau der kleinen Kirche vor 60 Jahren und spätere Renovierungen seien nur dank großzügiger Spenden und tatkräftiger Unterstützung der heimischen Bevölkerung möglich gewesen.

Zuletzt hat die Dorfgemeinschaft in Zusammenarbeit mit dem seit Jahrzehnten bestehenden Kirchbauförderverein den Vorplatz am Gotteshaus neu befestigt und gestaltet. Noch stehen am Eingang zur Kirche zwei provisorisch aufgestellte Bänke. "Hier planen wir, zwei feste Ruhebänke aus Holz aufzustellen", erklärte der Ortsvorsteher.

Nicht nur zufällig vorbeikommende Wanderer und Radfahrer schätzten den schönen Aussichtsplatz an der Kirche, auch ältere Menschen aus dem Ort hielten sich gerne hier auf, erzählte Buchheit.

Vom Kirchenvorplatz fällt der direkte Blick auf eine über 100 Jahre alte Linde, die vor dem früheren Schulgebäude von Dorf im Bohnental steht. "Unsere 1912 erbaute Schule haben wir in den 1970er-Jahren mit großer Unterstützung der hier lebenden Menschen in ein Dorfgemeinschaftshaus umgebaut", erläuterte Buchheit.

2015 hat eine Arbeitsgruppe von bis zu 14 freiwilligen Helfern gemeinsam mit dem Ortsvorsteher das Umfeld des Gebäudes ausgekoffert und neu gepflastert. Schon sechs Jahre vorher baute die Dorfgemeinschaft einen großen Brotbackofen und ein Grillhäuschen. "Wenn wir Feste feiern, dann hier!", gibt Buchheit schmunzelnd zu verstehen.

Doch ganz ungetrübt ist das ländliche Glück nicht. Die Einwohnerzahl von Dorf im Bohnental stagniert seit Jahren. "Das letzte Neubaugebiet wurde hier vor 20 Jahren erschlossen", beklagt Buchheit.

Etwas wehmütig zeigt der Ortsvorsteher vom Kirchplatz aus auf den Nachbarort Neipel. "Viele junge Familien von hier konnten dort in den letzten Jahren einen Bauplatz erwerben und sind umgezogen", bedauert Buchheit.

Er selbst engagiert sich seit Jahren gemeinsam mit weiteren fünf Freiwilligen aus Dorf im ortsübergreifend tätigen unentgeltlichen Hilfenetzwerk und Bürgerservice "Muske(l)tiere". "Im Bohnental ziehen wir alle an einem Strang", sagt Buchheit lächelnd.