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Firmen buhlen um den Nachwuchs

Philipp Leinenbach, Azubi im dritten Lehrjahr, zeigte Schülern seinen Berufsalltag. Foto: Carolin Merkel
Philipp Leinenbach, Azubi im dritten Lehrjahr, zeigte Schülern seinen Berufsalltag. Foto: Carolin Merkel FOTO: Carolin Merkel
Saarwellingen. Etwa 300 junge Leute kamen am Freitag nach Saarwellingen. Im Gewerbegebiet John und Industriepark informierten sie sich bei verschiedenen Firmen über Berufsmöglichkeiten. Carolin Merkel

So mancher Autofahrer, der am Freitag im Gewerbegebiet John und Industriepark Saarwellingen unterwegs war, dürfte sich über die vielen Luftballons, vor allem über die vielen jungen Menschen, die dort unterwegs waren, gewundert haben. Gut 300, sagte Landrat Patrik Lauer , hatten sich zur Premiere des Tags der Ausbildung in Unternehmen angemeldet.

Die offizielle Eröffnung fand bei der Firma Gerüstbau Rende statt, einem Unternehmen, das bereits im vergangenen Jahr seine Türen für potenzielle Auszubildende geöffnet hatte. "Wir konnten 30 Schüler bei uns begrüßen, davon haben fünf eine Ausbildung bei uns begonnen", erzählt Inhaber Sandro Rende. Er ist auch in diesem Jahr auf der Suche nach geeigneten Azubis. "Es wird immer schwieriger, die Schüler sind mit so vielen Dingen beschäftigt, haben oft keine Zeit, in sich zu gehen, zu überlegen, was sie wirklich wollen. Auch werden die vielen Berufsfelder gar nicht richtig wahrgenommen", weiß er aus Erfahrung.

Seine Idee, nicht mit der Firma in die Schule zu gehen, sondern die Jugendlichen an den Ort des Geschehens zu holen, fand beim Landkreis und beim Jobcenter großen Anklang; Anja Illger und Johannes Boßmann haben viele Stunden investiert, um die Veranstaltung zu organisieren.

Und natürlich war auch Rende bei der Premiere dabei, ihm angeschlossen haben sich 21 Unternehmen, die um den Nachwuchs buhlten. Etwa in der Bäckerei Welling, wo der erst 18 Jahre alte Philipp Leinenbach, Azubi im dritten Lehrjahr, die Schüler über seine Ausbildung informierte. "Ich arbeite gerne, es macht mir Spaß, und ich gebe mir Mühe. Ich glaube, den Beruf muss man wirklich wollen", gab er zu bedenken. Er hat mit 15 Jahren seine Ausbildung begonnen, das wird auch Julius Lellig aus Saarwellingen . "Ich mache jetzt den Hauptschulabschluss und beginne dann meine Lehre zum Stuckateur. Nach drei Wochen Praktikum habe ich gleich meinen Ausbildungsvertrag unterschrieben", sagt der Schüler .

Das macht Daniel Ressing, ebenfalls 15 Jahre alt, ein wenig nachdenklich, er weiß noch nicht, wo es nach der Schule hingehen soll, tendiert aber zu einer Ausbildung. Weiter zur Schule gehen wollen dagegen Elena Aronica und Zeina Naidar, beide 16 Jahre alt und an der Gemeinschaftsschule In den Fliesen in Saarlouis. "Ich mache in diesem Jahr den Schulabschluss, aber es steht schon fest, dass ich weiter zur Schule gehe, ich will Chemielaborantin werden", sagt Elena.

Schülern die Berufe näher bringen war ein Ziel in Saarwellingen . Aber auch gezielt geeignete Auszubildende finden, das wollten die Unternehmen in Speed Datings, in denen sie den Besuchern zu Gesprächen bereitstanden. Wie etwa dem 34 Jahre alten Giovanni Burgio aus Bous. Nach der Schule hat er keine Ausbildung gemacht, sich mit Zeitarbeit über Wasser gehalten. "Doch jetzt will ich eine Ausbildung im Bereich Lagerlogistik machen, ich nutze heute die Chance, um den Betrieb kennenzulernen", sagt er.