Jugendschutz darf an Fastnacht nicht vergessen werden

Jugendschutz darf an Fastnacht nicht vergessen werden

An Fastnacht wird viel und ausgelassen gefeiert. Dennoch sollte man den Jugendschutz im Hinterkopf behalten, mahnt das Kreisjugendamt. In diesem Zusammenhang erinnert es auch an die BOB-Aktion.

Unter dem Motto "Hinschauen hilft" widmet sich das Kreisjugendamt Saarlouis seit vielen Jahren verstärkt dem Thema Jugendschutz . In der turbulenten Faschingszeit, wenn selbst die Erwachsenen in überschwänglicher Feierlaune sind, wird vielerorts der Jugendschutz nicht beachtet. "Jugendschutz geht uns alle an! Auch im Karneval " ist eine Flyer- und Plakat-Aktion von der Suchtbeauftragten des Kreisjugendamtes Saarlouis , Dagmar Schäffer. Unterstützt wird sie dabei von Schoolworkern, den Jugendpflegern und Streetworker im Landkreis Saarlouis , wie auch von der Suchtberatung und Suchtprävention des Arbeiterwohlfahrt Landesverbandes Saarland.

Im Vorfeld des Faschingstrubels erhielten die Karnevalsvereine Post von der Suchtbeauftragten des Landkreises. Sie verschickte Plakate und Flyer, die nicht nur an die Einhaltung des Jugendschutzes appellieren, sondern auch die wichtigsten Paragrafen zitieren. Dagmar Schäffer, die zudem BOB-Beauftragte des Landkreises Saarlouis ist, stattet ihre Unterstützer bei der Jugendschutzaktion auch mit gelben BOB-Anhängern aus. Diese sind für diejenigen jungen Leute bestimmt, die sich bereit erklären, keinen Alkohol zu trinken und ihre Clique zu chauffieren. Bei Vorlage des Anhängers spendieren die Wirte in den ausgewiesenen BOB-Lokalen dem Fahrer das erste, natürlich alkoholfreie Getränk.

Gezielt wird am Rosenmontag in der Saarlouiser Altstadt und am Rand von Faschingsumzügen für die Einhaltung des Jugendschutzes geworben. "Im Faschingstreiben greifen bereits Kinder und Jugendliche oft unbemerkt zu Zigaretten und Alkohol. Gerade bei frühem und exzessivem Konsum ist bei Kindern und Jugendlichen die Gefahr einer Abhängigkeit und bedrohlicher und nachhaltiger Folgen wesentlich stärker gegeben. Darum ist es wichtig, dass die Gesellschaft hinschaut und mit auf die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes achtet", sagt Dagmar Schäffer.

Kontakt: Dagmar Schäffer, Suchtbeauftragte beim Kreisjugendamt Saarlouis , Professor-Notton-Straße 2, Telefon (0 68 31) 44 43 04 oder (0 15 20) 8 92 41 16, E-Mail: dagmar-schaeffer@kreis-saarlouis.de.

Mehr von Saarbrücker Zeitung