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Die ganze Pracht exotischer Blüten

Die ganze Pracht exotischer Blüten

In ein Blütenmeer hatte sich die Rodener Kulturhalle am Samstag verwandelt. Die Orchideenfreunde Saarland luden zur traditionellen Info-Veranstaltung in den Saarlouiser Stadtteil ein.

Gleich zwei Orchideen voller Blütenknospen hielt Rita Lehnhof aus Fraulautern in den Händen und konnte sich nicht so recht entscheiden, welche sie mit nach Hause nehmen sollte. Schon viele Jahre, verriet sie, haben es ihr die Orchideen angetan. Allerdings, das bekannte sie, greift sie am liebsten zu der wohl bekanntesten Art, der Phalaenopsis. "Mit den exotischen Arten habe ich nicht so viel Glück und hier weiß ich, ich brauche mich gar nicht so viel zu kümmern und habe dennoch Erfolg", erzählte sie.

Gleich neben ihr interessierten sich Maria Jungmann und Sandra Cavelius aus Wallerfangen für eine alte Orchideenart. "Auf den ersten Blick würde doch keiner denken, dass das hier eine Orchidee ist", sagte Jungmann. Beide Damen sind Floristinnen, doch bei den Orchideenfreunden Saarland, die am Samstagnachmittag zur traditionellen Info-Veranstaltung eingeladen hatten, waren sie bisher noch nicht zu Gast. "Eigentlich dachte ich, es würden viel mehr Orchideen gezeigt, doch auf den zweiten Blick sieht man, es kommt nicht auf die Menge, sondern auf die Vielfalt an", lobte Cavelius, die mit einer, wie sie erzählte, ganz anderen Vorstellung in die Kulturhalle Roden gekommen war.

Die Auswahl von Orchideengärtner Rainer Janke aus dem pfälzischen Weilerbach begeisterte beide Damen. Viele Jahre, sagte Monika Burda , Landesvorsitzende der Orchideenfreunde, waren sie mit dieser Veranstaltung im Pfarrheim mitten in Saarlouis zu Gast. "Seit seinem Abriss sind wir im Mehrgenerationenhaus auf dem Steinrausch. Da der Saal heute vergeben war, wurde das Restaurant in der Kulturhalle Roden zu unserem Ausweichquartier", erklärte sie. Dort, betonte sie, fühle man sich sehr gut aufgenommen. Während Monika Burda , seit zwölf Jahren Vorsitzende des Vereins, mit einigen der derzeit 35 Mitglieder ins Gespräch kam, hatten die Gäste schon vor dem Vortrag des Experten Janke die Gelegenheit, ihm viele Fragen zur Pflege zu stellen. "Um zu verstehen, welche Pflege diese exotischen Pflanzen brauchen, die zumeist aus Südostasien und Südamerika kommen, müssen wir uns erst einmal anschauen, wie sie in der Natur wachsen", erklärte er.

Die rund 50 Besucher der Veranstaltung erfuhren allerlei Wissenswertes rund um die ursprünglich rund 750 Orchideengattungen, die längst durch Züchtungen, Kreuzungen und Hybriden ergänzt wurden. "Bitte glauben Sie nicht, dass Orchideen Schmarotzer sind. Sie wachsen zwar sehr oft auf Bäumen, doch sie tun den Bäumen keinen Schaden an. Schon allein, dass wir sie in Töpfen halten, ist fast schon gegen die Natur", betonte er. Janke verriet in seinem Vortrag auch, wie der Orchideenliebhaber, egal ob Laie oder Fachmann, möglichst viel und lange Freude an den außergewöhnlichen Pflanzen haben kann. Im Anschluss ging es in die zweite Fragerunde.

Weitere Informationen zu den Orchideenfreunden Saarland gibt es bei Monika Burda unter (0 68 72) 73 08. Die Treffen finden jeden zweiten Samstag im Monat um 15.30 Uhr (bis März) beziehungsweise 16.30 Uhr (ab April) im Mehrgenerationenhaus in Saarlouis-Steinrausch statt. Die Teilnahme ist auch für Nichtmitglieder möglich.

 Referent Rainer Janke aus Weilerbach erklärte charmant allerlei Wissenswertes zum Thema Orchideen. FotoS: cAROLIN mERKEL
Referent Rainer Janke aus Weilerbach erklärte charmant allerlei Wissenswertes zum Thema Orchideen. FotoS: cAROLIN mERKEL

orchideenfreunde-saarland.de