Neues Jahr, altes Leid

Die Basketballer der Saarlouis Sunkings sind mit einer empfindlichen 74:77-Heimniederlage gegen den MTV Stuttgart ins zweite Halbjahr der Regionalliga gestartet. Ein ganz schwaches drittes Viertel kostete die Gastgeber am Samstag den Sieg.

Das neue Jahr hat für die Regionalliga-Basketballer der Saarlouis Sunkings so begonnen, wie das vergangene endete: mit einer Niederlage. Auch der Besuch des langjährigen Kapitäns Ricky Easterling brachte am Samstag kein Glück. Er schaute sich erstmals seit seinem Wechsel in die Pro B zur BG Karlsruhe ein Heimspiel seines Ex-Teams an und sah, wie die Sunkings das Kellerduell gegen den MTV Stuttgart mit 74:77 (43:29) verloren. Ein desolates drittes Viertel, das die Schwaben mit 32:10 gewannen, begünstigte die elfte Saarlouiser Niederlage im 15. Spiel.

Im dritten Viertel alles verspielt

Die Sonnenkönige fielen damit zurück auf den letzten Tabellenplatz, die Luft im Abstiegskampf wird dünner. "Das ist sehr enttäuschend. Wir haben heute viel richtig gemacht. Im dritten Viertel haben wir dann aber den Fokus verloren", ärgerte sich Adrian Kuyinu. Er und Lindsey Hughey-Hall, der gegen Stuttgart sein Heimdebüt gab, waren mit je 18 Punkten erfolgreichste Werfer der Gastgeber. Allerdings offenbarten gerade diese beiden nach der Pause große Schwächen im Abwehrverhalten.

Dabei hatte die Partie in der Stadtgartenhalle gut für Saarlouis begonnen. Hari Mujkanovic, Alan Bedirhanoglu, Hughey-Hall, Kuyinu und Florian Kirsch - jeder aus der Startformation trug zwei Punkte zur 10:4-Führung nach drei Minuten bei. Mit einem Dreipunktewurf zum 28:24 leitete Bedirhanoglu im zweiten Viertel eine starke Saarlouiser Phase ein, die in einem 14-Punkte-Vorsprung zur Pause mündete (43:29).

Damit schienen die Sunkings auf gutem Weg zu dem so wichtigen Sieg, doch dann folgte der eklatante Einbruch: Beim Stand von 51:40 nahm Trainer Dennis Mouget eine Auszeit, nach der das Spiel aber erst recht zugunsten der Gäste kippte. Mit 17 Punkten in Folge zog Stuttgart von 40:51 auf 57:51 davon und erhöhte dann sogar noch auf 66:53.

Jetzt kommt Kaiserslautern

Dass die Sunkings überhaupt noch mal zurückkamen und durch Jimmy Lauter sogar die Chance zum Sieg hatten, spricht zwar für die Moral des Teams, macht die Schlappe aber umso bitterer. Lauter vergab elf Sekunden vor Schluss einen freien Dreier aus der Ecke zum möglichen 77:76 - und Easterling musste bei seiner Stippvisite eine Niederlage mitansehen. Der 33-Jährige traut den Ex-Kollegen dennoch zu, dass sie die heikle Situation meistern: "Ich glaube, sie werden es schaffen", sagt Easterling.

Am Samstag wartet das nächste wichtige Spiel, wenn die Sunkings ab 19.30 Uhr mit dem punktgleichen 1. FC Kaiserslautern erneut einen direkten Abstiegskonkurrenten in der Stadtgartenhalle empfangen. Kuyinu weiß: "Wir müssen dieses Spiel unbedingt gewinnen."

Die Punkte für die Saarlouis Sunkings: Adrian Kuyinu, Lindsey Hughey-Hall je 18, Alan Bedirhanoglu 14, Hari Mujkanovic 13, Florian Kirsch 6, Edgar Schwarz 5.