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Zurück auf der großen Bühne

Feiertag: Joanna Barth, Laura Lerner, Corinna Mock, Kim Barth (von links) gelang mit dem 3:1 beim TV Lebach II ein gelungener Abschluss einer starken Saison. Der Titel stand schon vorher fest.Foto: rup
Feiertag: Joanna Barth, Laura Lerner, Corinna Mock, Kim Barth (von links) gelang mit dem 3:1 beim TV Lebach II ein gelungener Abschluss einer starken Saison. Der Titel stand schon vorher fest.Foto: rup FOTO: rup
Lebach/Düppenweiler. Die Volleyballerinnen des TV Düppenweiler ließen es am Samstag krachen. Erst schmetterte sich der Verbandsliga-Meister beim TV Lebach II zu einem 3:1-Sieg, dann knallten die Sektkorken. Gefeiert wurde die Rückkehr auf die überregionale Volleyball-Bühne. Roland Schmidt

"Verbandsliga-Meister 2015", prangte in dicken Lettern auf den T-Shirts, die Teammanager Walter Diwo den Volleyballerinnen des TV Düppenweiler am Samstag nach ihrem letzten Auftritt in der höchsten saarländischen Spielklasse in die Hand gedrückt hatte. Der Jubel der Topfstädterinnen in der Sporthalle Lebach war riesig, der 3:1-Sieg (23:25, 25:17, 27:25, 25:23) beim TV Lebach II dabei aber nur Nebensache. Den Titel hatten sich die Gäste nämlich vorher gesichert. Die letzten Punkte waren quasi so etwas wie die I-Tüpfelchen auf einer Hammer-Saison, in der die Mannschaft sagte und schreibe 40 Punkte aus 15 Spielen holte.

"Ja, wir machen es"


Doch die wichtigste Frage stand noch im Raum: Wird Düppenweiler auch das Abenteuer Oberliga Rheinland-Pfalz/Saarland wagen? "Ja, wir machen es. Alle waren dafür, und wir freuen uns", verkündete TV-Kapitän Joanna Barth das klare Votum der Mannschaft und erlöste die Fans. Lange Fahrten, stärkere Gegner, mehr Niederlagen - die Saarländerinnen wollen alles in Kauf nehmen, denn der Reiz, sich künftig mit Teams wie Mutterstadt oder Sinzig zu messen, ist größer. "Die meisten von uns haben noch nicht so hoch gespielt. Mal schauen, wie wir uns schlagen. Ziel ist der Klassenverbleib", sagt Barth.

Der Altersdurchschnitt im Zwölfer-Meister-Kader beträgt 22 Jahre. Leandra Burger ist mit 17 Jahren das Küken, Sarah Saar mit 31 Lenzen der Oldie im Team, das sich nach langer Abstinenz auf die überregionale Volleyball-Bühne zurückgeschmettert hat. In den Regionalliga-Zeiten des TVD war keine der aktuellen Spielerin für den Verein aktiv gewesen. Ihr Trainer dagegen schon. An die missglückte Kooperation mit dem TBS Saarbrücken 2008 erinnert sich Ralph Kien aber nur ungern zurück. Der Plan damals: Top-Spielerinnen des TVD sollten die Mannschaft des TBS in der 2. Bundesliga verstärken, Saarbrücker Talente mit Düppenweiler in der Regionalliga um Punkte kämpfen.

Doch es kam anders. Der TVD war in eine Einbahnstraße geraten. "Unsere Spielerinnen sind gegangen. Vom TBS ist keine gekommen, trotz Zusagen. Das ist für uns sehr negativ gelaufen", erzählt Kien, der nach dem Abstieg enttäuscht aufhörte. Erst vor zwei Jahren übernahm er beim TVD wieder die Regie. Und nach Rang zwei im Vorjahr hat es nun im zweiten Anlauf mit der Meisterschaft geklappt. Der Teamgeist sei ausschlaggebend gewesen, schwärmt Kien. "Jeder kämpft für jeden", betont der Trainer, der in der Oberliga auf ein, zwei Verstärkungen hofft und auf seinen Erfolgskader setzen will: "Die Spielerinnen, die den Aufstieg geschafft haben, sollen dort auch ans Netz gehen."

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Auf einen BlickMit einer Tiebreak-Niederlage gegen den TV Göttelborn hat sich der TV Lockweiler am Samstag aus der Volleyball-Verbandsliga der Frauen verabschiedet. "Wir sind abgestiegen, aber das war vorher klar", seufzte Spielertrainerin Melanie Schmitt nach der finalen 2:3-Schlappe in der Abstiegsrunde. Der TVL ist einer der vier Vereine, die die höchste saarländische Spielklasse Richtung Landesliga verlassen werden. Grund für den vermehrten Abstieg ist eine Neuordnung der Ligen. Schwacher Trost: Auch ohne die Klassenneuordnung mit der Reduzierung der Ligen-Stärken auf neun Teams wäre der TV als Vorletzter fällig gewesen. ros