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Lebach steckt jetzt mittendrin im Schlamassel

Lebach. Georg Müller, Trainer des Fußball-Saarlandligisten SV Hasborn, hat eine triumphale Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte gefeiert. Hasborn gewann bei Müllers Ex-Club aus Lebach mit 4:0. Philipp Semmler

Der SV Hasborn hat in der Fußball-Saarlandliga seinen jüngsten Aufwärtstrend fortgesetzt. Die Rot-Weißen siegten am Samstag vor 250 Zuschauern mit 4:0 (2:0) beim FV Lebach . Zehn Punkte holte die Mannschaft von Trainer Georg Müller damit aus den letzten vier Begegnungen.

Der Erfolg in Lebach war dabei der deutlichste von allen. "Dass wir so klar gewinnen, kam für mich ein wenig überraschend", erklärte Müller nach dem Erfolg an alter Wirkungsstätte. Von 2009 bis 2014 hatte Müller den FV Lebach trainiert und war dabei 2010 mit den Theelstädtern in die Saarlandliga aufgestiegen.

Die muss Lebach am Saison-Ende womöglich verlassen, wenn sich die Mannschaft in den nächsten Spielen nicht steigert. Denn durch die Klatsche gegen Hasborn rutschte der FVL in der Tabelle auf den drittletzten Platz ab, der SC Friedrichsthal zog durch ein 2:1 gegen Auersmacher vorbei. Entsprechend niedergeschlagen war FVL-Trainer Faruk Kremic: "Hasborn war immer einen Tick schneller als wir. Die haben mehr investiert. Meine Spieler kapieren immer noch nicht, worum es im Abstiegskampf geht."

Dabei hatte Lebach zumindest noch in der Anfangsphase gute Ansätze gezeigt. In der achten Minute hatten die Hausherren die erste Großchance der Begegnung: Angreifer Sascha Schröder scheiterte jedoch an Gäste-Torhüter Tim Alt. Mit zunehmender Spieldauer gewann Hasborn immer mehr die Zweikämpfe, und so kamen die Kicker vom Schaumberg zwangsläufig zu Möglichkeiten. Eine davon nutzte Mathias Zimmer in der 24. Minute, als er eine Hereingabe von Christopher Knapp zum 1:0 für die Gäste ins Netz beförderte. Zwölf Minuten später tauchte Fabian Scholler nach einem Steilpass von Knapp frei vorm Lebacher Gehäuse auf und vollstreckte zum 2:0. Von diesen beiden Gegentreffern erholten sich die Gastgeber nicht mehr. Lebach blieb im zweiten Durchgang erschreckend harmlos. Außer bei einem Lattenschuss von Timo Staroscik (77.) konnte die Kremic-Elf kaum für Gefahr sorgen. Zu diesem Zeitpunkt war die Begegnung nach Hasborns drittem Treffer aber schon entschieden. Denn sieben Minuten zuvor hatte sich Zimmer gegen Lebachs Felix Biewer durchgesetzt und den Ball zum 3:0 über die Linie befördert. In der Schlussminute gab es nach einem Foul von Franz Brück an Steffen Hoffmann noch einen Elfmeter für Hasborn , den Thomas Holz zum 4:0-Endstand verwandelte.