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Volleyball: Die Zweite Liga wäre beim TV Lebach möglich

TV Lebach : Zweite Liga wäre beim TV Lebach möglich

Die Volleyballerinnen des TV Lebach werden die Saison in der 3. Liga auf einem vorderen Tabellenplatz beenden. Sollte dies nächste Runde wieder der Fall sein, würde sich der TV auch Gedanken über einen möglichen Aufstieg in die 2. Liga machen.

Unabhängig vom Ausgang des Heim-Derbys an diesem Samstag um 19.30 Uhr gegen den SSC Freisen wird die Spielzeit 2018/19 in die Annalen des Volleyball-Drittligisten TV Lebach eingehen: Denn es wird die erfolgreichste Saison für den TV seit dem Gastspiel in der 2. Liga in den Jahren 1985/86. Gewinnt Lebach das Lokalduell, bleibt der TV Tabellendritter. Selbst bei einer Niederlage kann das Team von Trainer Philipp Betz nur noch maximal auf Rang vier zurückfallen.

Die Top-Platzierung will der Club am Samstag mit seinen Fans feiern. Die Werbetrommel wurde fleißig gerührt, sodass der Verein auf einen neuen Besucherrekord hofft. „Die Halle hat eine Kapazität von 900 Zuschauern und ich denke, dass nicht viele Plätze leer bleiben“, sagt Abteilungsleiter Thomas Schwinn. Der bisherige Rekord liegt bei 600 Zuschauern. Aufgestellt wurde er am letzten Spieltag der Vorsaison im Derby gegen den TV Holz.

Holz stieg danach in die Zweite Liga auf. Diese Saison wird es nach SZ-Informationen keinen Aufsteiger aus der 3. Liga Süd in die höhere Spielklasse geben, da wohl alle Teams auf den Aufstieg verzichten. Eine E-Mail-Anfrage der Saarbrücker Zeitung an den Deutschen Volleyball-Verband, ob dies tatsächlich so ist, ließ der DVV unbeantwortet. Sicher ist aber, dass Lebach nicht aufsteigen wird. Der TV nahm nicht am Vorlizensierungs-Seminar in Berlin teil. Die Teilnahme dort ist eine der Bedingungen, um aufsteigen zu können.

Das heißt aber nicht, dass die 2. Liga in der Zukunft kein Thema für den Verein ist. „Wenn wir nächste Saison ähnlich gut dastehen sollten, können die Spielerinnen entscheiden, ob wir uns für die 2. Liga bewerben oder nicht“, erklärt Schwinn. „Sie sind es nämlich, die den Mehraufwand in der höheren Liga betreiben müssen.“ Die höheren Kosten durch weitere Fahrten und höhere Gebühren bei einem Aufstieg könnte Lebach laut Schwinn auch dank der Hilfe von Sponsoren stemmen.

Selbst im Falle eines Aufstiegs würde der Verein aber an seinem Konzept, mit Spielerinnen aus dem eigenen Nachwuchs und der näheren Umgebung zu arbeiten, festhalten. „Amerikaner kaufen wir nur beim Bäcker“, sagt Schwinn lachend. Ein kleiner Seitenhieb auf die Konkurrenz aus Holz und Bliesen (Herren), die auch auf ausländische Spieler – vor allem aus den USA setzt.

Deshalb ist Schwinn auch nicht nur der Erfolg des Oberliga-Teams, sondern auch der restlichen Mannschaften des Vereins wichtig. Auch da läuft es aktuell wie geschmiert: Bei den vier bislang ausgetragenen Saarlandmeisterschaften im weiblichen Nachwuchsbereich gewann der TV den Titel. Weitere könnten folgen.

Die zweite Frauen-Mannschaft des Vereins kämpft an diesem Sonntag um 15 Uhr (Sporthalle an der Erich-Kästner-Schule) noch gegen TS Germersheim um den Aufstieg in die Oberliga. Allerdings steigt der Sieger nur auf, falls sich dort ein Team zurückziehen sollte.