Tierrecht: Peta plädiert für Abschaffung des Pferderennens

Tierrecht : Peta plädiert für Abschaffung des Pferderennens

() In Lebach wird über die Fortführung des Pferderennens anlässlich der Grünen Woche diskutiert. Die Traditionsveranstaltung ist seit Jahren ein Verlustgeschäft. Das Thema wurde in der jüngsten Stadtratssitzung von der Tagesordnung genommen und soll erneut beraten werden (wir berichteten).

Lebachs Ortsvorsteher Thomas Reuter hat sich in einem Schreiben an den Stadtrat und die Verwaltung für die Fortführung dieses Renntages ausgesprochen.

Die Tierrechtsorganisation Peta würde die Abschaffung der Veranstaltung begrüßen und hat Bürgermeister Klauspeter Brill sowie die Fraktionen des Lebacher Stadtrates in einem Schreiben gebeten, künftig keine Pferderennen mehr durchzuführen. Jedes Jahr sterben zahlreiche Pferde auf Deutschlands Rennbahnen – nach Peta-Erhebungen sind es pro Jahr mindestens rund 20 Tiere. Hinzu kommen etliche Pferde, die aufgrund von Verletzungen „sportuntauglich“ und geschlachtet werden, heißt es in dem Schreiben.

Auch in Lebach starb ein Pferd bei einem Rennen im September 2015. Das schwerverletzte Tier wurde dann noch auf der Rennbahn erschossen.

„Mit der Abschaffung der Pferderennen in Lebach könnte die Stadt nicht nur Kosten sparen, sondern ein Zeichen für den Tierschutz setzen“, meint Peter Höffken, Fachreferent für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei Peta. „Immer mehr Menschen werden sich darüber bewusst, dass der Pferderennsport mit Tierquälerei einhergeht und meiden derartige Veranstaltungen.“

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