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ausblick lebach
Ein Zentrumsbüro macht den Auftakt

Lebachs Bürgermeister Klauspeter Brill.
Lebachs Bürgermeister Klauspeter Brill. FOTO: Bartz
Lebach. Bei seinem Ausblick auf das Jahr 2018 hatte Lebachs Bürgermeister Klauspeter Brill einige Neuigkeiten im Gepäck. Von Monika Kühn

Ein Hotel soll in Lebach gebaut werden. Als geeigneten Platz nennt Bürgermeister Klauspeter Brill das Gelände gegenüber dem Kombibahnhof und hinter der Post. Erfolgversprechende Gespräche hierzu liefen, kündigt der Verwaltungschef an. Mehr wollte er aber bei dem Gespräch zum Ausblick auf das Jahr 2018 nicht sagen. Die dort dann wegfallenden Parkplätze sollen hinter das Kaufland verlegt werden. Von einem Hotelneubau versprechen sich die Verantwortlichen, dass mehr Veranstaltungen und Tagungen nach Lebach kommen werden.


Mit der Eröffnung eines Zentrums-Büro wird offiziell mit der Umgestaltung der Fußgängerzone begonnen. In diesem können sich die Bürger über den Stand der Planungen und der Arbeiten informieren. Lebach erhält eine hohe finanzielle Unterstützung durch die Landesregierung. Geld gibt es auch für die Erneuerung der Straßen. Nicht nur die Straßenschäden, die in Landsweiler durch den Bau der Saarbahn verursacht wurden, sollen behoben werden. Zu diesen gehören die Straße Am Weißen Stock, Zum Sägewerk, Eisenbahnstraße und Teile der Habacher Straße. Neun Straßen sollen erneuert werden. Hinzu komme die Weiterfühung des barrierefreien Ausbaus von Bushaltestellen. Dazu zählt auch eine noch zu bauende Haltestelle an der Grundschule in Landsweiler.

Die Kindergärten im Stadtgebiet sind soweit ausgelastet und in einem ordentlichen Zustand. Lediglich in Gresaubach sind die Kinder in Containern untergebracht. „Wir sind dort nicht Herr der Lage.“ Der Kindergarten ist in kirchlicher Trägerschaft.

Als einzige Hochbaumaßnahme in diesem Jahr wird das Feuerwehrgerätehaus in Falscheid zu einer Feuerwache West umgebaut. Die Löschbezirke Falscheid und Eidenborn haben sich zusammengetan.

Fortschritte mache auch der Breitbandausbau. Gebaut wird bereits von der Telekom in Sachen schnelles Internet. In einigen Stadtteilen hat sie bereits mit der Aufrüstung der so genannten Kabelverzweiger begonnen. In diesen grauen Kästen wird nun schnelle und leistungsfähige Glasfasertechnologie verbaut. Natürlich müssen diese Glasfaserleitungen auch dorthin verlegt werden, weswegen im gesamten kommenden Jahr in vielen Stadtteilen Erdarbeiten stattfinden werden. Jeder Haushalt im gesamten Stadtgebiet soll bis zum Ende des kommenden Jahres über eine Bandbreite von mindestens 50 MBit/s.



Die beiden Windräder im Gohlocher Wald bei Landsweiler werden in den nächsten Wochen betriebsbereit sein. Zwei weitere kommen im Spechenwald (zwischen Aschbach und Niedersaubach) in diesem Jahr hinzu. Sie sind vom LUA genehmigt, bemerkt Brill.

Auf grünes Licht seitens des Bundeswirtschaftsministeriums wartet Lebach in Bezug auf ein geplantes Modellvorhaben. Bis Ende September soll eine Machbarkeitsstudie erarbeitet werden, um die Versorgung der Bürger in den kleineren Stadtteilen nachhaltig zu verbessern. Als Modellstandort wurde im ländlichen Bereich Niedersaubach ausgewählt, im städtischen der Stadtteil Eschberg in Saarbrücken.

Sorgen bereit der Verwaltung das Pferderennen. Man fände eher Sponsoren für eine Open-Air-Veranstaltung als für ein Pferderennen. Lebach könne sich diese Tradtitionsveranstaltung nicht mehr leisten. Das Festival Love, Peace und Kieh findet wahrscheinlich wieder statt.

Mehr Aufmerksamkeit will die Lebacher Verwaltung auf das Bahnhofsumfeld richten. Einmal soll verstärkt gegen die Vermüllung angegangen werden. Die Stadt Lebach ist nur für eine Hälfte des Bahnsteigs zuständig. Mit der Bundesbahn will Brill eine gesonderte Regelung ausmachen. Entweder macht die Bahn dort öfter sauber oder die Stadt übernimmt die Reinigung und stellt sie in Rechnung. Auch die Lärmbelästigung werde Thema sein.

In Lebach geht wieder ein Hilfspolizist auf Streife. Er überwacht den ruhenden Verkehr in der Stadt. In den Bereichen Toursimus und Naherholung will die Stadt Lebach das Wanderwegenetz ausbauen. Um Landsweiler, Eidenborn, Falscheid und Hoxberg herum könnte ein Wanderweg zu dem Thema Kohle angelegt werden – mit Einbeziehung des geografischen Mittelpunktes in Falscheid. Der würde damit aufgewertet werden.

Im Gohlocher Wald bei Landsweiler werden sich schon bald die ersten beiden Winräder drehen.
Im Gohlocher Wald bei Landsweiler werden sich schon bald die ersten beiden Winräder drehen. FOTO: Jan-Philipp Strobel / dpa