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Alle Kinder hatten eine Vorstellung von Engeln

Alle Kinder hatten eine Vorstellung von Engeln

Jede Menge Leben bei der Nacht der Kirchen zu Pfingsten: Um Engel ging es zum Beispiel in der Michaelskapelle auf dem Schulcampus in Lebach.

Was treibt Menschen an, sich an Pfingstsonntag-Abend in der Kirche zu treffen? Was kann man aus Liedblättern des alten Gesangbuches machen? Was haben Robbie Williams und Anselm Grün gemeinsam? Wie sehen Engel aus und vor allem, wie schmecken sie? - Auf diese und viele weitere Fragen bekamen die Besucher der Nacht der Kirchen Saar am Sonntag in der Michaelskapelle auf dem Schulcampus in Lebach eine Antwort. Schon vor Beginn der fast vierstündigen Veranstaltung war kaum noch ein Platz in den Bänken zu ergattern. Die Einführung in die Nacht der Kirchen, erklärte Marlene Schenk, die Gemeindereferentin der Pfarreien-Gemeinschaft Lebach, sei in allen teilnehmenden Kirchen gleich, danach galt es, mit einem eigenen Thema und dem dazu passenden Programm "Kirche gleich mehrfach erlebbar zu machen". Der Arbeitskreis um Schenk hatte sich für das Thema "Engel" entschieden. "Wir haben im Vorfeld die Kinder in den Kindergärten und der Nikolaus-Groß-Schule Engelbilder malen lassen und bekamen mehr als 150 Bilder. Es gibt kein Kind, das keine Vorstellung von einem Engel hatte", sagte Schenk. Die vielen Bilder wurden in einer Endlosschleife an die Wand geworfen und luden bereits während der Wort-Gottes-Feier, die vom Projektchor "kreuz&quer" mitgestaltet wurde, zum Träumen ein. Nach der Einführung galt es dann, die einzelnen Stationen in der Kirche zu erkunden. "Wir haben im vergangenen Jahr schon sehr gute Erfahrungen mit der Stationenkirche gemacht. Die Menschen kommen ins Gespräch, tauschen sich aus, so erleben sie Kirche mal anders", sagte Schenk. Für sie ist die Kapelle auf dem Campus der ideale Ort. Hier werde Kirche anders wahrgenommen, es sei ein Ort, der von der Offenheit lebe. Auf dem Altar gab es biblische Szenen zu bewundern, zahllose Engel begegneten den Gästen überall in der Kapelle. Aber auch selbst Engel für andere sein, betonte Schenk, spiele etwa bei der Vorstellung der ambulanten Hospizarbeit eine Rolle. Auf der Empore wartete eine Bastelstation auf die Besucher, hier konnte jeder seinen Engel mit nach Hause nehmen. Gut gewählt auch die zur Stille einladenden Chorgesänge und Lesungen, die bei den Gästen gut ankamen. "Bleiben sie so lange hier, wie es ihnen guttut", erklärte die Gemeindereferentin - die meisten blieben den ganzen Abend.