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SZ-Redaktion eröffnet Einblick in individuelle Lockdown-Eindrücke

Kolumne Lock-Buch der SZ-Redaktion Saarlouis : Wie auf hoher See

Logbücher sind die Tagebücher auf hoher See. Gut, es ist auf dem Schiff nur der Kapitän, der da reinschreibt, hier dürfen es dagegen nicht nur die Offiziere und Steuerleute, sondern gleichsam auch die (Leicht-)Matrosen (mwd).

Und auch der Mensch in der Kombüse, wie ja bekanntlich die Küche an Bord heißt, der/die Smutje also.

Womit wir beim Thema sind: schwere See, Wellenbrecher, auf Kurs bleiben und was seit Montag sonst so alles seemännisch im Gespräch ist. Oder auch beim „schlägt auf den Magen“, wie es für viele von uns zunehmend der Fall ist mit dem im persönlichen und geografischen Vergleich mehr oder weniger leichten Lockdown.

Also zurück in die Küche, aus der heraus womöglich wohlwollende Menschen ihre Liebe zum Nächsten durch den Magen gehen lassen werden. Da heißt es aufpassen. Das Bäuchlein kugelt sich noch immer gefährlich vom Futtern seit frühem Frühjahr. Aber nein, das war bestimmt nur das Grillen im schönen Sommer. Und das jahreszeitlich bevorstehende Gebäck und sonstige reichlich gute Essen hat ja noch nie geschadet, oder?

An dieser Stelle führen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SZ-Redaktion Saarlouis in den kommenden Wochen, während des bis Ende November anvisierten Lockdowns, im täglichen Wechsel ein Tagebuch. Sie beschreiben dort ihre ganz persönlichen Erfahrungen, Eindrücke und Gedanken zu dieser ungewöhnlichen Zeit.