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Kolumne: Alles im grünen Bereich im saarländischen Gesundheitsministerium

Wo die Hoffnung regiert : Alles im grünen Bereich im Hause Bachmann

Es sind graue und kalte Tage, die vor uns liegen. Nicht nur wegen des beginnenden Winters, sondern auch wegen der mehr als deprimierenden Corona-Lage. Dies verrät schon ein Blick auf die deutschlandweite Inzidenz-Karte.

Die erstrahlt in den meisten Regionen mittlerweile in tiefem Dunkelrot oder unheilverkündendem Schwarz. Und die Aussichten sehen derzeit noch düsterer aus.

Wer sich dagegen die Corona-Karte des Saarlandes anschaut, die noch immer regelmäßig vom saarländischen Gesundheitsministerium in den Sozialen Medien geteilt wird, der stellt überrascht fest: Alles im grünen Bereich. Selbst der Landkreis Saarlouis mit seiner über dem Bundesdurchschnitt liegenden 470er-Inzidenz strahlt voller Hoffnung in einem beruhigenden saftigen Grün. Da drängt sich der Gedanke geradezu auf: Im Haus von Ministerin Monika Bachmann sind offenbar keine Schwarzmaler wie im Rest der Bundesrepublik am Werk. Und das bei einem CDU-geführten Hause!

Aber halt, gab es da nicht mal Zeiten, in denen auch das Saarland in warnendem Rot aufflammte? Und gemeint sind hier jetzt nicht die jüngsten Prognose-Werte der SPD zur kommenden Landtagswahl. „Nach dem Ende der Ampel-Regelung haben wir uns – bei deutlich anderer Inzidenzlage – dazu entschieden, bei der Farbe Grün zu bleiben. Daran halten wir fest, da eine erneute Änderung der Farbe suggerieren könnte, dass es wieder eine Bedeutung hätte“, klärt das Ministerium auf. Nur konsequent.

Grün ist bekanntlich ja die Farbe der Hoffnung. Und etwas mehr Hoffnung angesichts der kommenden Zeiten können wir alle durchaus gebrauchen.