Wildtiere sollen von Hunden und Menschen in Ruhe gelassen werden

Kitze werden geboren : „Neugeborene Kitze bitte auf keinen Fall anfassen“

Meiko Balthasar, Naturschutzbeauftragter der Gemeinde Ensdorf, gibt Hinweise zum richtigen Verhalten in Bezug auf Wildtiere. Übrigens auch, um das eigene Haustier Hund nicht zu gefährden.

In diesen Tag kommen die Rehkitze auf die Welt und werden von ihren Müttern meist auf den Feldern irgendwo im hohen Gras abgelegt. Sie haben kein Fluchtverhalten und vertrauen auf ihre Tarnung. Die Mutter hält sich in der Nähe auf und kommt regelmäßig zum säugen.

Insofern wirken Rehkitze verlassen und hilflos, was nicht der Fall ist, aber von den meisten Menschen falsch interpretiert wird. Diese denken, das Rehkitz brauche Hilfe und fassen es an oder nehmen es sogar mit, um es zum Tierarzt zu bringen oder in eine Auffangstation. Dies bedeutet aber den Tod für das Rehkitz.

Durch den Geruch des Menschen am Rehkitz wird die Mutter das Kitz nicht mehr annehmen. Balthasar: „Ich bitte eindringlich darum, Rehkitze nicht zu retten!“ Wenn man dennoch der Meinung ist, dass ein Rehkitz Hilfe benötigt, dann nicht anfassen und umgehend den zuständigen Jagdpächter informieren. Den erreicht man über die Gemeindeverwaltung oder die Polizei.

Die abgelegten Rehkitze sind natürlich eine leichte Beute für freilaufende Hunde. „Ich bin auch Hundebesitzer und appelliere an alle anderen Hundehalter, ihre Hunde anzuleinen, einerseits zum Schutz der Wildtiere, andererseits aber auch zum Schutz der Hunde selbst“, sagt Balthasar. Denn wenn Hunde mal nicht an ein Reh, sondern an eine wehrhafte Wildschweinbache mit Frischlingen geraten, wird der Hund verlieren.“

Mehr von Saarbrücker Zeitung