Große Enttäuschung für Volksbühne Pachten

Große Enttäuschung für Volksbühne Pachten

Sie haben alle Auflagen erfüllt, hatten eine Jury als Beobachter und ihren Rekordversuch sogar gefilmt. Und dennoch wurde der Weltrekordversuch der Volksbühne Pachten im 24-Stunden-Dauertheater nun abgelehnt.

Es ist eine Riesenenttäuschung für die Volksbühne Pachten: Ihr Weltrekordversuch vom April 2013 ist vom Guinness Buch der Rekorde nicht anerkannt worden. In einem Schreiben teilte Guinness nach beinahe einem Jahr Wartezeit nun mit, dass der Rekordversuch des Vereins im 24-Stunden-Dauertheater nicht gültig sei, sagte gestern der Vorsitzende der Volksbühne, Bernhard Schmitt. "Obwohl wir uns an die Richtlinien von Guinness gehalten haben, teilte man uns mit, dass unser Versuch in kein Reglement passen würde, da wir das Theaterstück in eine Dauerschleife gespielt hätten", berichtet Schmitt.

Der Ärger dabei: Genau diese Auflage, nämlich in Dauerschleife, also ohne eine Pause, zu spielen, hatte Guinness noch sechs Wochen vor der Aufführung selbst erteilt. "Nachdem man uns dazu zwang, eine entsprechende Schleife in das Stück einzubauen, scheint nun unser Weltrekordversuch gerade an dieser Schleife zu scheitern", schildert Schmitt, der die Welt nicht mehr versteht. "Wir gehen davon aus, dass es sich hier um ein Verständigungsproblem handelt, und gehen natürlich in Revision", betont der Vorsitzende, der darum bat, die gestellte Aufgabe noch einmal zu überprüfen. Die Beschwerde geht an Guinness nach England, denn der deutsche Ableger fühlt sich nach Schmitts Angaben nicht zuständig.

Beschwerde eingelegt

Am 28. April 2013 brachte die Volksbühne Pachten das Theaterstück "Der Dorfklassiker" von Heinz Steffens in einer Dauerschleife insgesamt 28 Mal auf die Bühne - und das in 24 Stunden. "Somit wurde der bestehende Rekord im Dauertheater von 23 Stunden und 33 Minuten von der Volksbühne Pachten gebrochen", ist sich Schmitt sicher. Eine Jury, die ebenfalls von Guinness bestätigt wurde, und der unter anderem der Dillinger Bürgermeister Franz-Josef Berg angehörte, überwachte den Ablauf, zudem wurde die gesamte Veranstaltung gefilmt. "Es war alles niet- und nagelfest - und dann das."

Die Enttäuschung ist nun groß bei den sechs Akteuren und allen Mitgliedern der Volksbühne Pachten und ihren Unterstützern. "Es wäre schön gewesen, wenn unser Versuch nach einjähriger Vorbereitungszeit und nach dem großen Erfolg anerkannt worden wäre", bedauert Schmitt, und fügt hinzu: "Wir hoffen weiterhin auf eine positive Entscheidung von Guinness!"