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Der Mann, der Landrat bleiben will: Patrik Lauer, SPD

Patrik Lauer : „Die Leute merken, da will einer“

Patrik Lauer von der SPD ist der Amtsinhaber.

„Weil ich das weitermachen möchte“, sagt Patrik Lauer über seine Motivation. Der Amtsinhaber kandidiert bei der Wahl zum nächsten Landrat für den Landkreis Saarlouis. Sieben Jahre leitet er die Kreisverwaltung, jetzt sollen für den 55-Jährigen zehn weitere dazukommen. „Echt erfolgreich: Landrat Lauer.“ So steht es auf den ersten Plakaten und dem Wahlkampf-Prospekt, weiß über einem großen roten „L“ auf weinrotem Grund, nach dem Punkt klein das Parteilogo seiner SPD.

Seine Partei, mit der er nicht selten hadern musste, obwohl sich der frühere Verwaltungsrichter und Nalbacher Bürgermeister – oder gerade weil er sich als Sozialdemokrat fühlt. Jetzt geht es allerdings um eine Personen-, nicht um eine Parteiwahl. Die Zusammenlegung der Direktwahlen mit den anderen findet er nicht ideal. Die Städte und Gemeinden oder in seinem Fall eben der Landkreis sollten im Vordergrund stehen und das, was der Verwaltungschef für sie tut.

Lauer ist sicher: „Die Leute merken, da will einer.“ Das empfindet er bei den Kontakten, die er mit den Menschen sucht. Die Identifikation mit dem Landkreis ist „deutlich gewachsen“, meint Lauer, vor allem weil der Kreis etwas für sie tun kann. Etwa in seinem „wichtigsten Thema: der Bildung“. Viel sei da auf den Weg gebracht worden – gute räumliche Ausstattung der Schulen, überall Mensen mit gesunder Küche, wertvolle Hilfen mit Schulsozialarbeit . . . Wichtig sind ihm gebundene Ganztagsangebote „aber immer nur im Einvernehmen mit der Schulgemeinschaft“.

„Richtig stolz“ ist der Landrat auf einen „bundesweiten Bestwert“. Statistisch formuliert liegt die Jugendarbeitslosigkeit im Kreis bei 0,0 Prozent. „Wir haben mit der Startbahn 25 einen Schwerpunkt gesetzt, und das ist der Erfolg“, sagt er. 4,8 Prozent war die Quote bei den unter 25-Jährigen, als er anfing. „Allein das wäre ein Grund, mich wiederzuwählen“, stuft er dieses Ergebnis sehr hoch ein. Messbare Erfolge in der Altenarbeit, der Integration in den Arbeitsmarkt, die modellhafte Kinderbetreuung unter dem Stichwort „Kita Kinderland“, Arbeit mit Menschen mit Behinderung – soziale Fragen bedeuten Lauer viel. Klimaschutz, Wirtschaftsförderung, aber auch immer wieder das direkte Zusammenspiel mit den handelnden Menschen will er erwähnen. Die Rettungscard „mit zweimal so vielen Akzeptanzstellen wie die Ehrenamtskarte, die es aber ebenfalls gibt“ war ihm wichtig „für die, die sich für uns alle einsetzen“.

Weiter- und mehr machen will Lauer. Dazu gehört ein „Haus der Senioren“ ebenso wie ein „internationaler Kindergarten als das nächste Kinderland“ und eine Menge für die Menschen in den Altersgruppen dazwischen.