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Workshop machte arbeitslose Jugendliche zu Künstlern

Projekt-Teilnehmer Timo Zander (20) ließ sich von dem Film „So finster die Nacht“ inspirieren. Foto: pam
Projekt-Teilnehmer Timo Zander (20) ließ sich von dem Film „So finster die Nacht“ inspirieren. Foto: pam FOTO: pam
Brebach. Arbeitssuchende Jugendliche aus dem Projekt „Login/Stabil“ präsentierten kürzlich, was sie in den vergangenen Wochen geschaffen haben. Die Gemeinnützige Gesellschaft für Sozialeinrichtungen (GSE) des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) hatte für sie gemeinsam mit dem Kunstraum Brebach einen mehrwöchigen Workshop veranstaltet, in dem sich die Jugendlichen kreativ austoben konnten. pam

Das Jobcenter im Regionalverband förderte die Aktion.

Die teilweise schon lange arbeitslosen Jugendlichen erhielten die Möglichkeit, in verschiedene Berufsfelder hineinzuschnuppern: in den Verkauf, die Gastronomie und eine Holzwerkstatt. "Im zarten Alter von 17 bis 25 sollte man jedenfalls die Flinte noch nicht ins Korn werfen", sagte Regionalverbandsdirektor Peter Gillo, der zu Gast war und die Teilnehmer ermutigte.

In dem Kunstworkshop ließen die Jugendlichen ihrer Kreativität freien Lauf. Manche zeichneten ihre Lieblingsband, andere gestalteten Bilder beim "Ausdrucksmalen", angeleitet von Ulrike und Thomas Schäfer vom Kunstraum Brebach. In teils abgedunkelten Räumen, die die Außenwelt abschirmen sollten, spritzten die Teilnehmer Farbe auf Papier. Im Malraum sollten die Jugendlichen nicht über ihre Bilder reden, um nicht in Versuchung zu kommen, ihre Bilder zu bewerten, erklärt Ulrike Schäfer. "Es geht überhaupt nicht um das Ergebnis. Es geht um den schöpferischen Prozess. Es ist wichtig, dass man mit der Kunst zu sich finden kann."