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Robinson macht ein Fässchen auf

Um Fragen des Geldes geht es bei der nächste Matheaufgabe. Foto: dpa
Um Fragen des Geldes geht es bei der nächste Matheaufgabe. Foto: dpa
Sie kennen die Geschichte von Robinson Crusoe? Daniel Defoes bekanntestes Werk, der Bericht über das Leben eines Schiffbrüchigen auf einer Insel im Südatlantik, so jedenfalls der allgemein bekannte Teil der Geschichte. Die Story geht zurück auf die Erlebnisse des englischen Matrosen Alexander Selkirk, der einige Jahre allein auf einer unbewohnten Insel nahe der chilenischen Küste verbrachte Von Mathematik-Professor Rainer Roos

Sie kennen die Geschichte von Robinson Crusoe? Daniel Defoes bekanntestes Werk, der Bericht über das Leben eines Schiffbrüchigen auf einer Insel im Südatlantik, so jedenfalls der allgemein bekannte Teil der Geschichte.Die Story geht zurück auf die Erlebnisse des englischen Matrosen Alexander Selkirk, der einige Jahre allein auf einer unbewohnten Insel nahe der chilenischen Küste verbrachte.


Defoes Werk war ein Riesenerfolg, es gab viele Nachahmer, Robinsonaden. In Deutschland Johann Gottfrieds Schnabels Insel Felsenburg, in England Frederik Marryats Sigismund Rüstig, im 20. Jahrhundert auch Goldings Herr der Fliegen.

Ich stelle Ihnen heute eine Episode aus einer russischen Robinsonade vor. Der Autor, Reniar Soor, ist unbedeutend, die Geschichte finde ich gut.



Ein russischer Seemann konnte sich nach einem Schiffbruch auf eine Insel im Nordmeer retten. Es blieb ihm nur wenig, einige Gewehre mit Munition, ein Zelt, ein wenig Proviant. Und ein Fässchen mit Wodka, Tröstung in schwerer Zeit. Fünf Liter Wodka. Damit wollte er behutsam umgehen.

Er entschloss sich, den Wodka auf zehn Tage aufzuteilen. Am ersten Tag wollte er ein Zehntel des Vorrats trinken, dann das Fass mit Wasser auffüllen.

Am zweiten Tag wollte er zwei Zehntel des Fasses trinken, danach das Fass mit Wasser auffüllen.

Und so fort. Nach zehn Tagen ist alles zu Ende, das Fass ist leer getrunken, Abstinenz.

Unsere Frage, Ihre Aufgabe: Wie viel Wasser hat der arme Kerl getrunken?

Und für alle, die ähnliche Probleme kennen, noch eine kleine Frage außer Konkurrenz: An welchem Tag ging es dem Seemann am besten?

Am Ende noch ein kleiner Lesetipp: Lesen Sie Defoes Robinson Crusoe in einer vollständigen Ausgabe. Und lesen Sie seinen Bericht über die Pest in London, lesen Sie seine Hurengeschichte Moll Flanders.

Auf einen Blick

Wer die Fragen beantworten kann, eine Lösung hat, der sollte diese an die St. Wendeler Lokalredaktion der Saarbrücker Zeitung schicken.

Zum Lösen haben Sie einige Tage Zeit. Die Antwort muss bis Freitag, 27. Mai, in der Redaktion eingegangen sein.

Aus den Antworten verlosen wir zehn Gutscheine zu jeweils zehn Euro für das Schaumbergbad in Tholey. Die Gutscheine stellen die Gemeinde und das Erlebnisbad zur Verfügung. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Lösung erfahren die Leser in der SZ-Ausgabe vom Samstag, 28. Mai.

Die Lösung schicken Sie bitte unter dem Stichwort "Robinson" an die Redaktion St. Wendel der Saarbrücker Zeitung: per Brief oder Karte: Saarbrücker Zeitung, Mia-Münster-Straße 8, 66606 St. Wendel, per Fax: (0 68 51) 9 39 69 59, per E-Mail: redwnd@sz-sb.de. red

Spiel um Spiel wird Rainer Roos sein Münzgeld los. Warum, das fragt er die Leser. Foto: dpa
Spiel um Spiel wird Rainer Roos sein Münzgeld los. Warum, das fragt er die Leser. Foto: dpa