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Kommentar
Bouillon spielt Pingpong mit Kommunen um die Bäder

FOTO: SZ / Roby Lorenz
In vielen saarländischen Kommunen gibt es einen hohen Bedarf an Finanzmitteln, um den Sanierungsstau bei den Schwimmbädern zu beheben. Doch die Vorgabe von Innenminister Bouillon, 60 Prozent Kostendeckung zu erzielen, ehe er die Landeskasse öffne, kommt vielen Kommunen wie blanker Hohn vor. Von Dietmar Klostermann
Dietmar Klostermann

Die Eintrittspreise müssten derart steigen, dass Schwimmen zum Luxus für ganz wenige würde. Statt mit den Kommunen Pingpong um das Bäderkonzept zu spielen, sollte Bouillon sich die Badekappe aufsetzen und die Badebuxe anziehen. Wenn der Minister, der einen Ruf als zupackender Macher zu verlieren hat, sich auf Tour begibt in die Saar-Schwimmbäder und mit den Badegästen und Schwimmmeistern spricht, werden die ihm den Sanierungsstau rasch klarmachen. Also: Statt Pingpongspiel mit dem Städtetag besser 400 Meter Kraul im Totobad, Herr Minister! Und danach raus mit den Millionen.