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Neuer Radstreifen an der Völklinger Hofstattstraße
Folgsamen Radlern droht hier Hals- und Beinbruch

Diese Markierungen finden sich neuerdings an der Ecke Hofstattstraße/KarlJanssen-Straße direkt beim ehemaligen Residenz-Kino. Dem Symbol nach soll es sich hier um einen Radweg handeln.
Diese Markierungen finden sich neuerdings an der Ecke Hofstattstraße/KarlJanssen-Straße direkt beim ehemaligen Residenz-Kino. Dem Symbol nach soll es sich hier um einen Radweg handeln. FOTO: Bernhard Geber
Völklingen. Soll das der Start zum neuen Völklinger Radweg-Netz sein? Dieses Stück Straßenmalerei sorgt allgemein für Kopfschütteln. Von Bernhard Geber

(er) Derzeit ist in Völk­lingen mit dem Verkehrsentwicklungsplan auch ein Radwegenetz in Arbeit. Doch bei diesem bruchstückhaften Weg weiß sicher auch der erfahrenste Radler keinen Rat.  „Hals- und Beinbruch“ ist ja  an sich als guter Wunsch gemeint. Doch dieser Gedanke kommt einem prompt bei dieser Straßen-Malerei. SZ-Leser Otmar Bohr hat sie an der Ecke Hofstattstraße/Karl-Janssen-Straße direkt beim ehemaligen Residenz-Kino entdeckt.


Rund zehn Meter lang ist dieser  Radweg (?), der abrupt mit einem Knick an einer Pflanzinsel in der Hofstattstraße beginnt. Um das Werk zu vollenden, wurde dann noch ein „Vorfahrt-Gewähren“-Schild an der Einmündung zur Karl-Janssen-Straße gemalt.

Bohrs Entdeckung hat bereits eine Diskussion in den sozialen Medien ausgelöst. „Vielleicht ist das ja schon die Umsetzung des Verkehrskonzepts. Aber bringt das den Radfahrern etwas?“, fragt CDU-Politiker Kevin Frank. „Zumal ich die kleine Schikane mit dem Gullideckel für nicht ganz ungefährlich halte. 1. April ist aber noch nicht? Oder?“ „Völklingen, die radfahrerfreundlichste Stadt? Und das sogar in Farbe! Ich kann mich darüber einfach nur noch strack lachen“, fasst Otmar Bohr seinen Eindruck zusammen.



Wer dieses Werk im öffentlichen Raum in Auftrag gegeben hat, ist noch unbekannt. Paul Ganster (Linke) hat von Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU) Aufklärung verlangt. „Kann mir jemand dieses Meisterstück erklären, oder gab es noch irgendwo Farbreste?“, fragt Paul Ganster.