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Diva verzaubert das Jugendfreizeitheim

Diva verzaubert das Jugendfreizeitheim

Bei den „Pänz“ von Neuweiler versucht Liz Taylor sehr zum Gefallen der närrischen Gäste, mit „Schorsch“ Clooney anzubandeln.

Eine richtige Diva betritt nicht einfach so die Bühne. Eine richtige Diva muss vorher noch ein paar Bussis an die sich nach ihr verzehrenden Männerwelt verteilen. So auch am vergangenen Samstagabend, als Liz Taylor im Jugendfreizeitheim in Neuweiler auftrat. Pänz-Urgestein Tamara Lentes verkörperte die Hollywood-Legende bei der ersten Kostümsitzung der Narrenschar. Sie erzählte anzügliche Schwänke aus ihrem Leben als Liz-Taylor-Double. So bezeichnete sie sich als "unbemanntes Raumschiff", weil "de Ritschard" ja tot sei. Stattdessen versuchte sie, mit "Schorsch" Clooney anzubandeln - der entpuppte sich aber auch nur als Double. Bei einer Kreuzfahrt ließ sie sich zu einem Techtelmechtel mit dem Kapitän hinreißen, der damit drohte, ansonsten das Schiff untergehen zu lassen. "Und wieder 894 Menschen das Leben gerettet", sagte sie süffisant.

Wie es sich für eine Kostümsitzung gehört, hatten sich auch die närrischen Gäste der Pänz in Schale geworfen. Passend zum Sessions-Motto "Cinema - Cinema" sah man beispielsweise einen Batman herumlaufen. Schotten und Captain Sparrow aus "Fluch der Karibik" waren ebenso anzutreffen wie ein junger Mann in FBI-Montur, ein Footballer oder ein Besucher mit Babypuppe in einem Bauchträger wie in den "Hangover"-Streifen. Auch der Elferrat machte bei der lustigen Maskerade mit, zeigte sich als eine Figur aus "Avatar" oder als Marge Simpson. Elferratspräsident Manfred Neuer kam sogar als Westernheld. Der warnte beim Auftritt der Juniorengarde auch vor: "Wer eine Hundeallergie hat, sollte jetzt lieber eine Pause machen". Denn die Kleinen hatten sich ebenfalls verkleidet und verzückten als "101 Dalmatiner" komplett mit schwarz-weißen Punkten im Gesicht das Publikum. Zu passender Musik fing die Bösewichtin Cruella De Vil die kleinen Hunde ein und steckte sie hinter Gitter, dargestellt durch ein mit Gefängnisstangen bemaltes Bettlaken. Natürlich konnten sie sich befreien und tanzten ihren Sieg zu Liedern wie "Who let the dogs out?" oder "Whatever" von Cro aus. Da durften die Junioren für eine Zugabe gleich noch mal ran.

Für Stimmung sorgten mit ihrem Gesang die Pänz-Sänger und die Neikehlcher. Letztere texteten den letzten Teil des Refrains von "Radio Gaga" um zu "Faasenacht - Ohne dich wär's doof". Aus dem Hit "Video killed the radio star" machten sie kurzerhand "Wärst du doch nur ein Hollywoodstar".

Für zusätzliche Tanzeinlagen sorgten gleich drei Funkenmariechen und die weiteren Garden, die ihre Beine schön synchron in die Luft warfen und wirbelnd über die Bühne fegten. Für eine ordentliche Begleitung der Akteure auf die Bühne sorgte Manfred Entinger als Herold.

Keine Frage: Auch in diesem Jahr war beste Stimmung garantiert.

Zum Thema:

„Regisseur“ Jörg Brenner

Die Akteure (bo) Fabian Montag und C. Geising als Social-Media-Freaks; Jörg Brenner als "Ein Regisseur"; Tamara Lentes als Liz Taylor; Ursula Montag und Wolfgang Fuchs als Maria und Margot Hellwig. Tanz: Juniorengarde; Aktivengarde; Gast-Prinzengarde aus Köln; Aktivengarde; Männerballett; Tanzgruppe Mosaik; Louisa Petzel, Selina Jacobus und Nathalie Strauß als Funkenmariechen. Show und Gesang: Pänz-Sänger; Die Neikehlcher. Musik: Martin Schwindling und Dieter Klahm; Technik: Juliane Neis, Tobias und Dominik Schwindling. Die nächsten Termine: Karten gibt es noch für die zweite Kostümsitzung am 11. Februar, 20.11 Uhr und für die Kindermaskenbälle am 26. und 27. Februar, jeweils ab 15 Uhr.