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Den Schmierfinken den Garaus machen

Den Schmierfinken den Garaus machen

Null Toleranz! So steht es in einem neuen Konzept, das in der Salzstadt zügig umgesetzt wird. Damit will man Graffiti-Schmierern ihr strafbares Tun abgewöhnen.

Graffiti-Schmierereien verschandeln das Stadtbild auch in der Salzstadt. Aber sie stellen vor allem Sachbeschädigungen dar, sind also strafbare Delikte. Und als solche will die Stadtverwaltung - genauer gesagt das Sulzbacher Ordnungsamt - sie von jetzt an zur Anzeige bringen. Das kündigte Amtsleiter Richard Michaely an. Bei der Vorstellung des neuen Konzepts wurde sehr deutlich, dass Graffiti ein Delikt ist, das zu polizeilichen Ermittlungen führt, sofern die Geschädigten - in diesem Falle die Stadt oder die Sulzbacher Stadtwerke (bei Elektrokästen oder Trafostationen) - Anzeige erstatten. Und genau das werde in Zukunft geschehen. Beim Kriminaldienst ist nach Michaelys Worten eine Ermittlungsgruppe eingerichtet, die sich mit dem Thema Graffiti beschäftigt.

Am Festplatz Neuweiler
Trafostation Brunnenstraße

In einem ersten Schritt würden alle sogenannten gefährdeten Objekte (Elektrokästen, Unterführungen, Hauswände etc.) erfasst. Ebenso sollen bereits bestehende Verunreinigungen durch Graffiti im öffentlichen Raum fotografiert und datiert werden. Danach werde die Stadt die Beseitigung der Schmierereien veranlassen. Wie es in dem Konzept weiter heißt, werden bei regelmäßigen Kontrollen des Weiteren alle Objekte von einem Sachbearbeiter des Ordnungsamtes genauestens unter die Lupe genommen. Sollte dieser dann eine Sachbeschädigung durch Graffiti feststellen, wird Strafanzeige bei der Polizei erstattet. Nach der Freigabe durch die Polizei wird die Stadt das Graffiti beseitigen lassen - und zwar von den Stadtwerken. Deren Geschäftsführer Jürgen Haas betonte gestern gegenüber der SZ, dass man zunächst auf besseres Wetter warten will, bevor man loslegt. Entweder würde das Stadtwerke-Personal übernehmen oder ein örtlicher Malerbetrieb werde beauftragt. Wird der Straftäter durch die Polizei ermittelt, muss er natürlich die Kosten für die Beseitigung seiner Straftat tragen. Der finanzielle Rahmen lässt sich nach Haas' Worten von gestern noch nicht beziffern.