Nachbarssohn mit Messer schwer verletzt Blutiger Nachbarschaftsstreit - Rentner (64) muss 4,5 Jahre in Haft

Saarbrücken · Das Landgericht Saarbrücken hat am Dienstag einen 64 Jahre alten Mann wegen versuchten Totschlags zu vier Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.

 Das Landgericht Saarbrücken.

Das Landgericht Saarbrücken.

Foto: Daniel Kirch

Der Rentner hatte im März dieses Jahres im Streit einen 30 Jahre alten Nachbarssohn mit einem Messer schwer verletzt. Nach Angaben einer Sprecherin blieb das Gericht mit dem Urteil unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die fünf Jahre Haft gefordert hatte. Mordmerkmale sahen die Richter nicht.

Der Rentner, ein deutscher Staatsangehöriger, soll sich über den Mopedfahrer geärgert haben, der auf dem Weg zu dessen Jagdrevier an seinem Ziegenstall vorbeigefahren war. Laut Anklage tauchte der 64-Jährige aus einer Hecke auf, schlug mit einer Schaufel auf den 30-Jährigen ein und brachte ihn so zu Fall. Dann stach er dem Nachbarssohn mit einem Messer in die Brust. Dem Opfer gelang schließlich die Flucht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der junge Mann musste nach der Messer-Attacke intensivmedizinisch behandelt werden und war dreieinhalb Monate krankgeschrieben. Seit dem Vorfall befindet er sich in psychologischer Behandlung.

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