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Die Sonne lacht dem Bauernmarkt

Gestern, beim Bauernmarkt in der Burg Bucherbach, konnte man durchaus schon mal die Sonnenbrille auspacken – hier am Stand von Ivette Charrois mit ungewöhnlichen Öl- und Essigsorten. Foto: Jenal
Gestern, beim Bauernmarkt in der Burg Bucherbach, konnte man durchaus schon mal die Sonnenbrille auspacken – hier am Stand von Ivette Charrois mit ungewöhnlichen Öl- und Essigsorten. Foto: Jenal FOTO: Jenal
Köllerbach. Licht, Luft, Sonne und des Frühlings blaues Band ließen die Menschen an Haut und Seele, gestern beim Bauernmarkt in der Burg Bucherbach. Geschmeckt hat's allemal. Walter Faas

"Hereingehupft! Bio!" - Das rollende Gewürzhaus wirbt kreativ alternativ. Gestern, zum Bauernmarkt, kamen Besucher in großer Zahl, mit dem Cabriolet, mit Zweirädern oder zu Fuß in die malerische Ruine der Burg Bucherbach. Das Burggeviert ist knallvoll. "Das ist gut", freut sich die Marktfrau Stefanie Seithe.

Mama schmiegt das Baby im Tragetuch an sich, größerer Nachwuchs überblickt von Papas Schulter das Geschehen. Im Vordergrund stehen Gaumenfreuden. Von A wie Anisschnaps über B wie Bauernbrot (in riesigen Laiben) bis hin zur klebrig-süßen Zuckerwatte gibt's beinahe alles. Herz, was begehrst du mehr?

"Prost Josefine", "Wohl bekomm's, Benedikt!" - Schnapsbrenner Finkler hat für jeden Vornamen, für jeden Anlass, Hochprozentiges. Und an den Käse- und Wurstprodukten des Riegelsberger Ziegenzüchters Herbert Nimmesgern kommt kaum ein Besucher vorbei.

Weidenkorb und Dinkelbrot


Honig, Marmelade, Hausmacher Wurst, Wildsalami mit und ohne Pfeffer: "Manche Dinge kriegt man nur auf solchen Märkten", weiß Theo Albrecht . Exotisches auch, wie andalusisches Öl mit Chili, Feigen-Dattel-Essig, gegrillte Garnelen, Hibiskussalz und mehr.

Vom Kopf bis zum Fuß gestrickte oder gewebte Textilien kaufen, in jedweder Farbe? Kein Problem. Ihm fehlt ein scharfes Taschenmesser, ihr ein buntes Halstuch? Am Stand "Solinger Schneidwaren" oder nebenan bei textiler Kunst gibt's das Gesuchte zum erschwinglichen Preis. Hüte warten, in Zehnerreihen, jeweils 15 aufeinander, auf die passenden Köpfe, Weine auf die kenntnisreichen Verkoster, Schokoladenwaffeln auf die "Schnäker".

Professor Michael Martinek kauft sich, "wie jedes Jahr auf dem Bauernmarkt", zwei große, frisch geflochtene Weidenkörbe, "für mein Kaminholz sind sie ideal". Die Ehefrau Margarete Martinek kommt, "wie immer, am Ziegenkäse, dem Vollkornkuchen und dem Dinkelbrot nicht vorbei".

Verkaufsoffener Sonntag

Zum Bauernmarkt präsentieren zudem die Köllerbacher Geschäfte einen "verkaufsoffenen Sonntag", bei dem allerdings auffällt, dass die Zahl der aktiven Händler im Ort immer kleiner wird. Schade! Ansonsten bleibt viel Raum zum Bummeln und "Sproochen", auf Parkbänken gar, die bei diesem Herrgottswetter viel willkommener sind als noch vor wenigen frostigen Tagen. Der Verkehrsverein als Ausrichter hat viel Glück gehabt mit dem Bauernmarkt in der Burg bei idealen äußeren Bedingungen.