Ortsrat will Gleistrasse in Großrosseln abbauen : Rosseltalbahn: Befürworter melden sich zu Wort

Der Mehrheitsbeschluss des Großrosselner Ortsrates, dass die Bahntrasse im Ort abgebaut werden solle (SZ vom (8. Dezember), hat Kritik hervorgerufen. Erhard Pitzius, stellvertretender Vorsitzender und Pressesprecher der „Plattform Mobilität SaarLorLux“, erklärte, für die Rosseltalbahn gebe es mehrere Modelle für eine Reaktivierung: einerseits duch die „Tram Train Studie“, andererseits durch die Planung einer Museenbahn Kohle und Stahl zwischen dem Weltkulturerbe Völklinger Hütte und dem Erlebnisbergwerk Velsen.

Und: Rund 16 000 Kraftfahrzeuge rollten täglich durch Geislautern. Eine Rosseltalbahn mit der linken Saarstrecke könne für eine erhebliche Reduzierung des Autoverkehrs sorgen. Die Reaktivierung der Bahn stehe im Verkehrsentwicklungsplan der Städte Völklingen und Saarbrücken. Daher dürfe die Strecke nicht vernichtet werden, gerade in Zeiten der Mobilitätswende. Auch touristisch könne der Warndt mit der Bahn erschlossen werden.

Carsten Grammes erklärte als Sprecher des Vereins Erlebnisbergwerk Velsen, der Verein setze sich bekanntermaßen für die Reaktivierung der gesamten Rosseltalbahnstrecke ein, welche den Warndtgemeinden eine schnelle Anbindung an die Zentren Völklingen und Saarbrücken ermöglichen könnte. Selbstverständlich würde auch der Standort Velsen von einem Regelvekehr mit enger Taktung mehr profitieren als von einer reinen Museumsbahn Richtung Weltkulturerbe. Darüber hinaus würde ein neu zu bauender Anschluss Richtung Frankreich einen Ringverkehr Richtung Forbach ermöglichen, wie es die Tram-Train-Studie des Eurodistrict Saarmoselle vorsehe. Mit einem Stich zum Carreau Wendel könnten die drei Hauptzentren der Industriekultur im Warndt strategisch miteinander verbunden werden. Mit einer Entwidmung der Strecke gehe auch Großrosseln ein möglicher Attraktivitätsgewinn verloren.