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135.000 Studierende
„Europäische Universität“ in der Großregion ist „Riesenchance“

Das Netzwerk verbindet die Universitäten Kaiserslautern, Lüttich, Lothringen, Luxemburg, des Saarlandes und Trier.
Das Netzwerk verbindet die Universitäten Kaiserslautern, Lüttich, Lothringen, Luxemburg, des Saarlandes und Trier. FOTO: BeckerBredel
Saarbrücken. Das Saarland und Rheinland-Pfalz machen sich für eine Weiterentwicklung der grenzüberschreitenden Universität der Großregion in eine Europäische Universität stark. dpa

„Die Universität der Großregion hat das Potenzial europaweit, wenn nicht sogar weltweit, als Modell zu gelten“, teilten der Chef der saarländischen Staatskanzlei, Jürgen Lennartz (CDU), und der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Konrad Wolf (SPD) mit. Das Netzwerk verbindet die Universitäten Kaiserslautern, Lüttich, Lothringen, Luxemburg, des Saarlandes und Trier.


„Es ist eine Riesenchance“, sagte die Geschäftsführerin der Uni der Großregion, Frédérique Seidel, am Mittwoch in Saarbrücken. Ein Zuschlag als Europäische Universität trage zur Sichtbarkeit des Verbundes bei. Zudem sei es „eine Möglichkeit, innerhalb eines einzigen Förderinstruments eine integrierte Strategie umzusetzen“. „Das ist das, wo wir am meisten Potenzial sehen, weil es uns richtig nach vorne bringen könnte.“

Derzeit werden laut Seidel an der Uni der Großregion 19 mehrsprachige Studiengänge angeboten, die von rund 1000 Studenten genutzt würden. Insgesamt zählt der Verbund 135 000 Studierende und mehr als 10 000 Dozenten und Forscher. „Es gibt keinen anderen Verbund, der so viele Unis aus so vielen Ländern vernetzt und institutionalisiert wie unserer“, sagte Seidel.

Die Idee, europäische Universitäten einzurichten, geht auf den Vorschlag des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zurück. Dieser hatte die Vision eines Europäischen Bildungsraums bis 2025 formuliert, die von der EU-Kommission aufgegriffen wurde. Seidel ging davon aus, dass es im Herbst einen Projektaufruf gebe und eine Entscheidung im Laufe von 2019 falle.