Kampf gegen Arthrose ohne Grenzen

Homburg. Orthopädie-Forscher aus Universitäten der Großregion treffen sich am Freitag, 5. November, in Homburg. Erstmals kämen Forscher der experimentellen und klinischen Orthopädie der Saar-Uni sowie der Universitäten in Nancy, Luxemburg und Liège zu einer gemeinsamen Tagung an der Universitätsklinik in Homburg zusammen, schreibt das Klinikum

Homburg. Orthopädie-Forscher aus Universitäten der Großregion treffen sich am Freitag, 5. November, in Homburg. Erstmals kämen Forscher der experimentellen und klinischen Orthopädie der Saar-Uni sowie der Universitäten in Nancy, Luxemburg und Liège zu einer gemeinsamen Tagung an der Universitätsklinik in Homburg zusammen, schreibt das Klinikum. Der grenzüberschreitende Austausch der Wissenschaftler wird im Rahmen des Interreg-Projektes Universität der Großregion (UGR) organisiert und soll dazu beitragen, dass sich die Forscher stärker untereinander vernetzen. Geplant sind außerdem Gastvorlesungen an den Partner-Universitäten sowie der Austausch von Doktoranden. "Jede Universität in der Großregion setzt in der Experimentellen und Klinischen Orthopädie andere Schwerpunkte. Wenn man sie aber als Einheit betrachtet, ergänzen sich diese verschiedenen Forschungszweige hervorragend", sagt Henning Madry, Professor für Experimentelle Orthopädie und Arthroseforschung der Universität des Saarlandes und Initiator des grenzüberschreitenden Projektes. An der Universität in Nancy wird vor allem an grundlegenden Problemen des Gelenkknorpels geforscht. An der belgischen Universität in Liège werden Biomarker entwickelt, mit denen man frühzeitig die Entstehung der Arthrose erkennen kann. In Luxemburg beschäftigen sich die Ärzte mit der Tibiakopfosteotomie. Mit diesem chirurgischen Eingriff wird bei Patienten mit Kniearthrose und Abweichung der Beinachse die Beinstellung verändert, um den von Arthrose betroffenen Kniegelenkanteil zu entlasten und den Fortschritt der Arthrose aufzuhalten. "Man durchtrennt dafür den Unterschenkelknochen und setzt ihn mit korrigierter Beinachse wieder zusammen. Aus einem O-Bein wird dann wieder ein gerades Bein", erläutert Professor Madry. Er selbst forscht bereits seit vielen Jahren daran, wie man Knorpelersatz durch körpereigene Gene und durch Stammzellen verbessern kann. Seit kurzem hat er dafür den bundesweit einzigen Lehrstuhl für Experimentelle Orthopädie und Arthroseforschung an der Saar-Uni inne. red

HintergrundDas Projekt Universität der Großregion (UGR) möchte in den kommenden zwei Jahren einen grenzüberschreitenden Universitätsverbund schaffen. Beteiligt sind die Universität des Saarlandes, die Université de Liège, die Université du Luxembourg, die Université Paul Verlaine Metz, die Universitäten von Nancy sowie die Universität Trier und die Technische Universität Kaiserslautern. Seit dem Start des Projektes UGR haben sich die Partneruniversitäten unter anderem in grenzüberschreitenden Expertenausschüssen zusammengeschlossen, die mit der Umsetzung von konkreten Maßnahmen in verschiedenen Handlungsfeldern betraut sind. red