| 20:37 Uhr

Saarbrücker Innenstadt
Mit High Tech gegen den Dreck

Die neue Superwaffe des Zentralen Kommunalen Entsorgungsbetriebes (ZKE) gegen hartnäckigen Schmutz in der City: der Reinex, ein Heißwasserwagen zur Flächenreinigung mit Hochdruck.    
Die neue Superwaffe des Zentralen Kommunalen Entsorgungsbetriebes (ZKE) gegen hartnäckigen Schmutz in der City: der Reinex, ein Heißwasserwagen zur Flächenreinigung mit Hochdruck.     FOTO: LHS
Saarbrücken. 2019 soll der Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb die Innenstadt nach einem neuen Konzept reinigen. Von red

Die Stadtverwaltung will 2019 ein neues Stadtreinigungskonzept umsetzen. Die detaillierten Pläne dafür stellte der Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb (ZKE) am Dienstag, 27. November, im Haupt- und Wirtschaftsausschuss des Stadtrates vor. Um dieses Konzept umsetzen zu können, hat die Stadtverwaltung in ihrem Haushaltsentwurf 200 000 Euro zusätzliche Mittel vorgesehen.


Der ZKE reinigt an sieben Tagen in der Woche intensiv die City. Bereits Anfang 2018 hatte der ZKE seine Aktivitäten intensiviert. Mit Wasser entfernen die Mitarbeiter seitdem Taubenkot von den Straßen. Wöchentlich entfernen sie Hunde-Urin und Speisereste, außerdem reinigen sie mit Wasser die neuen Sitzbänke und die Papierkörbe in der Bahnhofstraße. Bei Bedarf werden die Papierkörbe in Kooperation mit dem Zentrum für Bildung und Beruf Saar gGmbH (ZBB) lackiert und repariert.

Ab 2019 will der ZKE seine Aktivitäten ausdehnen. Ein zweiter Wasserwagen soll beschafft werden, der den Boden intensiv mit heißem Wasser reinigt. Die Mitarbeiter erhalten eine neue Nassreinigungsmaschine, mit der sie von Hand gezielt glatte Bodenbeläge von hartnäckigem Schmutz (zum Beispiel Taubenkot), Flüssigkeiten sowie Reifenspuren befreien können.



Die Menschen werfen immer mehr Müll einfach in die Stadt.Daher soll ein weiteres Fahrzeug die beiden vorhandenen Umweltkolonnen verstärken. Es soll Verunreinigungen, die regelmäßig anfallen, direkt beseitigen und kurzfristig bei akuten Verunreinigungen eingreifen. In der Eisenbahnstraße, rund um die Ludwigskirche und ums Schloss kommt ab kommendem Jahr ein neuer Mitarbeiter als Straßenkehrer zum Einsatz.

Eine digitale Stadt-Karte soll künftig helfen, schnell und effektiv auf Verschmutzungen reagieren zu können. Auf ihr werden Straßen und Plätze markiert, die als Problempunkte gelten. Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) und die Umweltstreife werden künftig zudem darüber informiert, wo Sperrmüll angemeldet ist.

Um die Altpapier-Container aufzuwerten, sollen sie neu lackiert und defekte Container ausgetauscht werden.

Bei seinen zahlreichen Infoveranstaltungen will der ZKE gezielt auch Bürger mit geringen Deutschkenntnissen ansprechen. Dazu verteilen die ZKE-Mitarbeiter verstärkt mehrsprachige Infoflyer zu Abfalltrennung und Entsorgungsmöglichkeiten für gelbe Säcke und Sperrgut in den Wertstoffzentren.

Auch die Betreiber von Außengastronomie stehen in der Verantwortung. Das Ordnungsamt hat in Abstimmung mit dem ZKE die Bedingungen und Auflagen für die Außengastronomie überarbeitet. Unter anderem ist „die gesamte Außenbestuhlungsfläche mindestens täglich gründlich zu reinigen und die gesamte Fläche sowie das gesamte Mobiliar sind immer durchgängig sauber zu halten“.