Wird die Rischbachschule i nSt. Ingbert saniert oder doch neu gebaut?

Politik : Zukunft der St. Ingberter Rischbachschule bleibt offen

Die Politiker im Bauausschuss sind sich einig und sehen hohen Handlungsbedarf am Gebäude. Der Stadtrat möchte nun den Umbau so schnell wie möglich angehen, da am Bauwerk an vielen Stellen Feuchtigkeit eindringt.

Schon seit Jahren wird über die Sanierung der Rischbachschule diskutiert. Seit 2015 gibt es sogar eine Projektstudie der Stadt. Zuletzt sah sich Ende vergangenen Jahres der St. Ingberter Ortsrat das Gebäude an. Fest steht: Es besteht Handlungsbedarf. Die Schule ist in die Jahre gekommen und in Facettenbauweise errichtet. Das Bauwerk basiert auf Stahlträgern und an vielen Stellen dringt Feuchtigkeit ein. Jetzt stand das Thema Rischbachschule auf der Tagesordnung des ersten Bau- und Werksausschusses des neuen St. Ingberter Stadtrates. Die Familienpartei wollte wissen, was Stand der Dinge ist. Es gebe Stimmen, die einen Neubau der Rischbachschule finanziell darstellbarer erachten, als eine Sanierung im Bestand, so der Fraktionsvorsitzende Roland Körner. Alex Beck vom Gebäudemanagement erinnerte daran, dass es verschiedene Optionen gebe, von der Erweiterung der Nachmittagsbetreuung, über einen drei- oder vierzügigen Umbau bis hin zur Umgestaltung zu einer gebunden Ganztagsschule.

Beck machte allerdings deutlich, dass eine Sanierung während des Schulbetriebes aufgrund der Lärmentwicklung nicht in Frage komme. Er erklärte: Die Stadt wolle innerhalb des nächsten halben Jahres einen Auftrag an externe Berater vergeben. Diese sollen eine Matrix erstellen, die Vor- und Nachteile einer Sanierung oder eines Neubaus gegenüberstellt. Franz-Josef Mast (SPD) wies darauf hin, dass die Rischbachschule unter Denkmalschutz steht. Auf die Frage von Rainer Keller (Grüne), ob der Bestand der Schule gefährdet sei, antwortete Hauptamtsleiter Holger Hansen: Es gebe keine Überlegungen, den Standort aufzugeben. Nach der Sitzung sieht es wohl so aus, dass eine Entscheidung erst im nächsten Jahr fällt. Anfang des Jahres hatte der künftige Oberbürgermeister Ulli Meyer als Ortsvorsteher erklärt: „Eltern und Kinder haben lange genug gewartet. Entschuldigungen für ein weiteres Abwarten gibt es keine mehr. Sanierung oder Neubau müssen nun mit Hochdruck angegangen und erfolgreich zu Ende gebracht werden.“

Im städtischen Doppelhaushalt 2019/2020 steht ein sechsstelliger Betrag für den Austausch der Fensterfronten an den Südseiten der Albert-Weisgeber-Schule und der Pestalozzischule. Ebenfalls auf Antrag der Familien-Partei beschäftigte sich der Ausschuss auch mit dieser Thematik. Der diesjährige Sommer habe gezeigt, dass in Sachen Isolierungswirkung der Fenster wie auch beim Sonnenschutz Handlungsbedarf bestehe, so der Fraktionsvorsitzende Roland Kröner. Alex Beck vom Gebäudemanagement teilte mit, dass es geplant sei, Anfang nächsten Jahres den Auftrag für neue Fenster und Sonnenschutz zu vergeben. Nach Angaben von Beck betrage die Lieferzeit für die Fenster etwa zwölf Wochen. Der Einbau sei dann für die Sommerferien angedacht. Allerdings sei nicht klar, ob die sechswöchigen Ferien für den Einbau ausreichten. Eventuelle Nacharbeiten müssten dann in den Herbstferien erledigt werden.

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