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Sommerakademie punktet mit familiärer Atmosphäre

Sommerakademie punktet mit familiärer Atmosphäre

Zehn Kurse der unterschiedlichsten Art beinhaltet das Programm der Sommerakademie der VHS, das nun im Rathaus vorgestellt wurde. In zwei Wochen können rund 140 Teilnehmer malen, schmieden oder auch kochen.

. Das Programm der Sommerakademie der VHS wurde diese Woche im Rathaus vorgestellt. OB Hans Wagner freute sich über die tollen Angebote, die die Teilnehmer in den ersten beiden Sommerferienwochen erwartet. Die Kurse Malen, Goldschmieden, Bildhauerei, Arbeiten mit Speckstein, Betonguss, ein Fotoworkshop und Kochen finden in den Räumlichkeiten des Kulturhauses in der Annastraße statt. Lediglich der Patchworkkurs nutzt das Platzangebot der Südschule. Uschi Vogel und Marika Flierl, die Organisatorinnen der Akademie, haben wenig Mühe, die Kurse an die Frau oder so manchen Mann zu bringen, denn die familiäre Atmosphäre gefällt dem Stammpublikum, das dann durch seine Begeisterung andere Interessenten neugierig macht. So kommt es, dass sich auch Teilnehmer über die saarländischen Grenzen hinaus bewarben. "Manchmal werde ich sogar beim Einkaufen aufs Programm angesprochen oder mir werden im Vorbeigehen die Anmeldungen übergeben", erzählt Uschi Vogel lachend. Da sei man unkonventionell, wie Flierl betont, "denn wir sind ja im Dienstleistungsbereich tätig". Außerdem freue man sich immer über neue Ideen und Anregungen. Doch selbst mit dem bewährten Programm kann man punkten, denn die Lerninhalte werden erweitert oder man lädt sich andere Dozenten ein. "Wiederholungstäter", die immerhin rund 75 Prozent ausmachen, belegen entweder "ihren" angestammten Kurs, wechseln in ein anderes Metier, und es gibt unter den rund 140 Teilnehmern sogar einige, die beide Wochen vor Ort sind und in zwei unterschiedliche Kurse schnuppern. Für sie gibt es dann auch den ermäßigten Preis. Alles scheint hier möglich, wobei man sich bei der VHS an der Nachfrage und an den Teilnehmern orientiert. Der Sommerakademie-Teilnehmer ist in St. Ingbert König. Während der Dauer der Akademie sind die regulären VHS-Kurse ausgelagert, so dass man "quasi vom Keller bis unters Dach schaffen kann", wie Flierl begeistert erzählt. Noch sind die Erinnerungen an die vergangenen Sommer frisch, bei denen die Organisatorinnen mit den Teilnehmern beim Künstlerfrühstück oder beim After-Work-Grillen ins Gespräch kamen. "Es gibt viele, die ihren Urlaub für diese Zeit nehmen. Sie genießen das und können auch mal abschalten. Das ist wie Salbei für die Seele", so Uschi Vogel über den "therapeutischen" Wert solch einer arbeitsreichen, aber selbstbestimmten Auszeit. Immer wieder wurde bei der Vorstellung das Ambiente im und um das Kulturhaus hervorgehoben, in dessen Garten dann auch eifrig unter den Platanen neben dem Teich gewerkelt wird. "Lieber klein als fein", sei das Motto, so VHS-Leiterin Marika Flierl, wobei es "klein und fein" wohl besser trifft. Schon jetzt werden Pläne fürs kommende Jahr geschmiedet und wer diesen Sommer noch Zeit hat, findet das gedruckte Programm unter anderem im Rathaus, in der VHS,den Buchhandlungen und vielen Geschäften St. Ingberts.