Noch nie so ein gutes Finale gesehen

Es war ein denkwürdiges Finale der St. Ingberter Stadtmeisterschaften. Auf dem Platz in Hassel sahen 300 Fußballfans ein tolles Spiel. Nachdem der SV St. Ingbert einen 1:3-Rückstand gegen den SV Rohrbach noch zum 4:3-Sieg drehte, waren die Sieger vollkommen aus dem Häuschen.

"Das war ein richtig geiles Fußballspiel!" Trotz der 3:4-Finalniederlage seines SV Rohrbach am Sonntag im Finale der St. Ingberter Fußball-Stadtmeisterschaften in Hassel gegen den SV St. Ingbert war der Spielausschuss-Vorsitzende Renzo Ortoleva völlig aus dem Häuschen. 300 Zuschauer sorgten im Endspiel für einen würdigen Rahmen. Zunächst hatte der Landesligist Rohrbach mehr vom Spiel, konnte aber seine Chancen nicht nutzen und geriet dann zu diesem Zeitpunkt überraschend durch Alex Munschau in Rückstand (14. Spielminute).

Im Verlauf des zweiten Durchgangs schien dann jedoch der Verbandsligist aus dem Mühlwaldstadion auf die Verliererstraße zu geraten. Zunächst glich Manuel Weydmann für Rohrbach aus (48.), ehe Norman Schmitt (57.) sowie Christian Müller (65.) die Partie komplett drehten. Doch der SVI war noch lange nicht geschlagen. Spätestens nach dem 2:3 durch Sascha Fess (69.) glaubte die Mannschaft von Trainer Klaus Moscherosch wieder an ihre Chance. Als dann erneut Fess (78.) zum 3:3 ausglich, stand das Spiel auf des Messers Schneide. Und am Ende durfte der Verbandsligist tatsächlich noch über den 4:3-Siegtreffer von Cäsar Müller jubeln (85.).

Moscherosch meinte: "Ich habe noch nie bei den Stadtmeisterschaften ein ähnlich gutes Finale gesehen. Das Spiel war von Offensivfußball geprägt. Es gab ständig auf beiden Seiten hohes Tempo." Der St. Ingberter Trainer ergänzte: "Meine Mannschaft hat nie den Glauben an sich verloren, eine tolle Moral an den Tag gelegt und sich am Ende noch dafür mit dem Siegtreffer belohnt."

Auch Ortoleva schwelgte nach den packenden 90 Minuten in Superlativen: "Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht und hatten natürlich bei einer 3:1-Führung alles selbst in der Hand. Die Zuschauer sahen tolle Zweikämpfe. Ich hätte nie geglaubt, dass der SV St. Ingbert das Ding noch einmal drehen kann, aber vielleicht gehört so ein Schluss auch zu einem so fantastischen Spiel einfach dazu."

Großes Lob gab es von allen Seiten für den Gastgeber SG Hassel . "Hut ab, wie die SG dieses Turnier aufgezogen hat. Das war eine großartig organisierte Veranstaltung", lobte Moscherosch. Dementsprechend war auch David Ranko vom Organisationsteam zufrieden: "Jeder Verein hat das Turnier ernst genommen und ist in der derzeit möglichen Bestbesetzung angetreten." Dritter wurde durch einen 5:0-Sieg gegen den FC Viktoria St. Ingbert der TuS Rentrisch.