Werkzeuge fürs Leben sind da

Feiern und Spaß standen im Vordergrund der Abschlussfeier der Albertus-Magnus-Realschule in der St. Ingberter Stadthalle. Alle 105 Schüler schafften den Abschluss, 55 von ihnen oder 62,4 Prozent dürfen auf das Gymnasium.

Das kommt nicht alle Tage vor: Von den 105 Schülern der Klasse 10 a bis 10d der Albertus-Magnus-Realschule (AMR) haben ausnahmslos alle die Abschlussprüfung geschafft. 55 Schüler , die in den vier Klassen auf ihr Ziel des mittleren Bildungsabschlusses hingearbeitet haben, sind nun gar dazu berechtigt, das Gymnasium zu besuchen. "Das entspricht 62,4 Prozent", freute sich Schulleiter Thomas Bonerz am Dienstag letzter Woche bei der Abschlussfeier in der St. Ingberter Stadthalle.

Die war trotz tropischer Temperaturen brechend voll. Auch die Bühne des städtischen Kulturtempels blieb beim bunten Programm nicht leer. So steuerte die Schulcombo (Leitung und Klavier: Markus Schaubel) ebenso Beiträge zum Programm bei wie die Tanzgruppe "Shake it off". Das Besondere an den Tänzerinnen der Klasse 6 war, dass sie erst eine Woche vor dem Auftritt starteten und ihre Leiterin, Schülerin Maren Schmitt, gerade einmal zwei Klassen weiter ist. Auch Martina Hartz aus der 8d sorgte in der Halle für Begeisterung, als sie ihr Solo "Make you feel my love" von Adele vortrug. Der Schulchor (Leitung: Franz-Josef Bleif) kam unter anderem mit dem Nena-Klassiker "Wunder geschehen" an. Unter das bildhafte Beispiel einer Schiffsreise stellten die Schülersprecher Anna Schwarz und Florian Sauer ihre Rede, in der sie auf die letzten Jahre zurückblickten. Ein wenig scherzend meinten sie, die Lehrer hätten nun die "Rabauken-Generation" überstanden.

Auch Marc Gothe, der stellvertretende Schulleiter der AMR, griff in seiner Begrüßung das Motto des zuvor besuchten Gottesdienstes, nämlich "Haltet Kurs", auf. Er meinte, die Schüler hätten die "Werkzeuge", um durchs Leben zu gehen.

Feiern im Vordergrund

Doch zuvor standen an diesem Abend das Feiern und der Spaß im Vordergrund. Jede der vier Abschlussklassen hatte sich für das Programm etwas einfallen lassen, um auf die nun zu Ende gehende Schülerzeit zurückzublicken. Die 10d verjuxte das Märchen Aschenputtel durch hinter einer symbolisierten Wand sitzende Schüler . Diese sprangen, immer nur einen Spruch aufsagend, abwechselnd auf und gaben lustige Dinge von sich. Von Schenkelklopfer zu Schenkelklopfer kochte die Stimmung in der Halle mehr und mehr hoch. Die 10a zeigte gar eine Bildershow auf der Leinwand und verblüffte dabei mit dem optischen Wandel der Schüler in den Jahren. Ihre Nachbarklasse, die 10c, begab sich in die Zirkuswelt und führte in Reimform die Szenerie der Schüler und Lehrer mit Rollenspielen vor.

Am Ende schlossen die Absolventen mit: "Jetzt habt Ihr genug graue Haare von uns". In die weitere Zukunft blickte die 10b, nämlich ins Altersheim. Ihr Sketch mit Gruppen-Synchronwaschen und allerlei Komischem bei der Morgentoilette war der Brüller. Die Klassenlehrer erhielten bei der anschließenden Zeugnisausgabe zum Abschied von den Schülern Geschenke. Claudia Meyer-Lang, die Vorsitzende des AMR-Fördervereins, hatte die Aufgabe übernommen, die Klassenbesten zu ehren.