Erinnerungen an die Schulzeit

Mehr als zehn Jahre hatten sich viele ehemalige Schülerinnen und Schüler des Albertus-Magnus-Gymnasiums nicht mehr gesehen. Umso größer war die Freude, als nun bei einem Ehemaligentreffen alte Schulfreunde wieder zueinander finden konnten. Und so wurden alte Freundschaften neu aufgebaut.

"Ist sie es?" und "Wie hieß er nochmal?", waren Fragen, die neben vielen Gesprächen, Umarmungen und Erinnerungen das Ehemaligentreffen des Albertus-Magnus-Gymnasiums am vergangenen Samstag bestimmte. Einige frühere Schüler , die allein zu der seit über zehn Jahren erstmals wieder stattfindenden Veranstaltung kamen, blieben es nicht lang.

Der heiteren Stimmung zufolge schienen die meisten eine gute Schulzeit Auf der Meß verbracht zu haben. "Ich habe bereits bei der Anmeldung schöne Gespräche geführt", begrüßte Heike Scholz, die Schulleiterin des AMG, die hier selbst 1988 ihr Abitur machte, die Gäste. "Dabei habe ich gemerkt, dass früher nicht alles besser war. Einige hatten auch schwere Zeiten mit der Schule und haben sich an ihr gerieben. Ich hoffe, dass Sie heute da sind, weil Sie sich mit der Schule versöhnt haben oder weil sie es hier einfach schön fanden."

So wie Monika Mura, die hier 1980 ihr Abitur machte. Ihre Schwester und ihre Nichte waren ebenfalls AMG-Schülerinnen. "Ich war total gern hier und eben habe ich sogar meine ehemalige Lateinlehrerin gesehen", erzählte sie, "damals war Schwester Conrada Schulleiterin, an diese Zeit habe ich sehr gute Erinnerungen." Ihre Mutter Gisela Steinfeltz war mitgekommen, sie machte 1943 an der Schule ihre Mittlere Reife. Zeitlich nicht ganz so weit weg von ihrem Abschluss waren Tim Wartenphul und seine Frau Nicole, die 2009 das AMG verließen. Seit der achten Klasse sind sie zusammen, mittlerweile verheiratet. Oberstufenleiter Jens Ammer, der das "schulische Familientreffen" initiiert hatte, begrüßt beide mit Namen und kannte sogar die Arbeitsstellen.

Alte Schule neu entdeckt

Die jungen Leute waren erstaunt, dass er sich noch so gut erinnert. Man interessiere sich eben, was aus den Schülern werde, so dessen Kommentar. Nicole Wartenphul hat in ihrer Schulzeit ein Schülercafé unterstützt. "Das gibt es nicht mehr, aber ihr könnt Euch in den Schulhausführungen anschauen, was daraus geworden ist", lud Ammer nicht nur die beiden ein, ihre ehemalige Wirkungsstätte neu zu entdecken.

Heike Scholz hieß nicht nur den ehemaligen Schulleiter Hans Georg Ochs willkommen, sondern vor allem die Schwestern, "ohne die es am Samstag auch nichts zu Feiern gegeben hätte". Ohne einen kurzen Geschichtsexkurs ginge es nicht, meinte sie, und nannte einige Zahlen aus der 125-jährigen Historie der Bildungseinrichtung. Auch wenn es im Foyer nicht so aussehe, habe sich die Schule doch verändert und sei mit der Zeit gegangen, wie Ammer sagte. Die Schulleiterin verwies auf die Räume für die Naturwissenschaften, "die noch auf Hans Georg Ochs' Schreibtisch entstanden".

Modernes verbunden mit Traditionellem macht diese Schule aus. An Fotowänden der verschiedenen Jahrgänge versuchten sich die Ehemaligen wiederzufinden. Namen von Schülern wurden auf der Rückseite mancher Fotos von "Sellemols" ergänzt. Fast 400 Ehemalige folgten der Einladung, bei deren Verbreitung man auf Zeitungen, soziale Netzwerke im Internet und Mund-zu-Mund-Propaganda setzte. Das Ehemaligentreffen war ein Erfolg und soll nun in regelmäßigen Abständen stattfinden.