Großbrand: Drahtwerk in St. Ingbert steht in Flammen

Großbrand : Drahtwerk in St. Ingbert steht in Flammen

Kurz vor elf werden alle Feuerwehren in St. Ingbert und Umgebung alarmiert. Es brennt auf dem Werksgelände der Drahtwerk St. Ingbert (DWI).

Es ist kurz vor elf Uhr als am Freitag im gesamten Stadtgebiet St. Ingbert Sirenen zu hören sind. Im Drahtwerk (DWI) in der Alleestraße schlagen Flammen aus einer Halle, schwarzer Rauch ist kilometerweit zu sehen. Mehr als 140 Feuerwehrmänner aus der Umgebung rücken an, sind bis zum späten Abend mit den Löscharbeiten beschäftigt. Einsatzkräfte der Feuerwehr St. Ingbert werden über Nacht auf dem Gelände bleiben.

In der Halle, in der es brennt, wird Stahl gebeizt. In Flammen steht eine relativ neue Beizanlage, sagt Ute Engel, Pressesprecherin der Stahl-Holding-Saar, zu der das Drahtwerk gehört. Die Brandursache sei unklar und werde noch ermittelt. Eine Explosion, wie andere Medien berichten, habe es jedoch nicht gegeben. Verletzt wurde bei dem Großbrand niemand.

Feuer im St. Ingberter Drahtwerk

Wie der Pressesprecher der Feuerwehr St. Ingbert, Florian Jung, mitteilt, hat die Werksfeuerwehr der DWI zunächst das Werk mit etwa 100 bis 120 Mitarbeitern evakuiert. Feuerwehren aus dem gesamten Saar-Pfalz-Kreis und dem angrenzenden Regionalverband Saarbrücken rückten an, darunter auch die Werksfeuerwehren von Saarstahl, Bosch und Festo. Zusammen mit DRK, Malteser und THW waren insgesamt 204 Einsatzkräfte vor Ort. Weil die Halle einsturzgefährdet ist, erreichten die Helfer den Brandherd nur schwer. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in den späten Abend an. Die Feuerwehr St. Ingbert wird über Nacht auf dem Gelände bleiben. Eine unmittelbare Gefahr für die Anwohner bestehe nicht und habe zu keiner Zeit bestanden, sagt der Pressesprecher.

Foto: Cornelia Jung

In dem Werk werden Drähte hergestellt – unter anderem für die Automobilindustrie und Einkaufswagen. Die Werksleitung rechnet für die nächsten Wochen mit spürbaren Produktionseinschränkungen.