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Christina Wieth übernimmt den Bereich Soziales und Integration, Pascal Rambaud ist Beauftragter für Bürgerbeteiligung, Neue Medien und CISPA

Neue Beuftragte der Stadt : Das Beste aus der Krise machen

Die Ehrenamtler Christina Wieth und Pascal Rambaud setzen sich nicht nur während der Corona-Pandemie für St. Ingbert ein.

„Wir wollen jetzt Strukturen schaffen, die auch nach der akuten Corona-Krise zu Verbesserungen in St. Ingbert führen“, verspricht Oberbürgermeister Ulli Meyer. Deshalb hat er die Bereiche Bürgerbeteiligung und Neue Medien sowie Soziales und Integration in der Verwaltung mit zwei neuen Beauftragten besetzt. Stadträtin Christina Wieth übernimmt den Bereich Soziales und Integration. Der ehemalige Beigeordnete Pascal Rambaud verstärkt als Beauftragter für Bürgerbeteiligung, Neue Medien und CISPA künftig das Team. Beide arbeiten ehrenamtlich und sollen auch während „der Krise nach der Krise“ zur St. Ingberter Infrastruktur beitragen. Gerade die veränderte finanzielle Lage vieler Menschen, aber auch der wirtschaftliche Einbruch für lokale Unternehmen seien Herausforderungen, die man schon jetzt miteinplanen müsse, weiß der Oberbürgermeister.

Darum sei es auch ein großer Gewinn Pascal Rambaud als Experten für Neue Medien und Cispa dabei zu haben. „Zum einen koordiniere ich den Einsatz von Technik und auch die Umsetzung von virtuellen Bürgerbeteiligungen; zum anderen bin ich auch Ansprechpartner für sämtliche Informationen, die Start-ups hier in St. Ingbert benötigen“, erklärt Pascal Rambaud. Wer ein Unternehmen gründen möchte muss im Vorfeld einiges beachten, vom Business-Plan über Kontakte zu den lokalen Verwaltungsstellen bis hin zur Standort-Frage – die ersten Schritte müssen gut geplant sein. Pacsal Rambaud wird seine Ressourcen an mögliche neue Unternehmer weitergeben und will St. Ingbert zu einer „start-up-freundlichen“ Stadt machen. „Nach der Krise werden die Herausforderungen nicht weniger“, meint OB Meyer, „da bin ich wirklich stolz, dass wir jetzt schon den Weg für Jungunternehmer in St. Ingbert ebnen. In Zeiten der sozialen Distanz muss aber auch der Zusammenhalt gestärkt werden.“

Deshalb wurde mit der zweiten ehrenamtlichen Beauftragten, Stadträtin Christina Wieth, eine Person miteingebunden, die viel Erfahrung im Vernetzen und Koordinieren von Hilfsangeboten hat. Es gibt derzeit eine Vielzahl von Hilfesuchenden, aber auch viele Menschen, Vereine und Gruppierungen, die ihre Hilfe anbieten. Das muss koordiniert werden. „Ich versuche meine Helfer so einzusetzen, dass jedem die passende Hilfestellung geboten wird und die Menschen nicht den Mut verlieren“, erklärt Christina Wieth. Sie entwickelte auch die neu eingeführte Kampagne „St. Ingbert hilft“ weiter und konnte hier mit der ersten Spendenaktion (wir berichteten) in Zusammenarbeit mit der Caritas und der Tafel schon einen ersten Erfolg verbuchen. „Ich kenne die Strukturen der Hilfsvereine und kann so auf einen Pool an Ehrenamtlern zurückgreifen, die in Corona-Zeiten zum Beispiel Einkäufe oder Fahrdienste für ältere Menschen anbieten. Aktuell freue ich mich, dass sich so viele Menschen melden, die helfen wollen“, beschreibt sie ihre Arbeit. Es scheint, als steigere sich die Solidarität unter Menschen in Zeiten einer Corona-Krise. Daher sei es jetzt wichtig diese Strukturen auszubauen und zu verfestigen, denn das Leben gehe nach der Krise nicht einfach normal weiter.

Auch der nun beginnende Aufbau von virtueller Bürgerbeteiligung sei ein Service, der jetzt akut entwickelt werden muss, aber auch nach der Ausgangssperre zum besseren Austausch zwischen Stadt und Bürgern beitragen soll. „Ich weiß, was man online alles machen kann und wie man einen virtuellen Gesprächsraum eröffnet, welche technischen Ressourcen man dafür braucht. Aber auch die Konzeption des Ablaufs einer solchen Sprechstunde werde ich koordinieren und zum Beispiel für eine moderierte Atmosphäre sorgen und thematische Schwerpunkte für die einzelnen Sitzungen setzen“ beschreibt Rambaud das weitere Vorgehen.

Christina Wieth, die neue Beauftragte für Soziales und Integration in St. Ingbert. Foto: Daniel Roschy
Bei der ersten Aktion im Rahmen von „St. Ingbert hilft“ wurden viele Spenden an Bedürftige abgegeben, auch der OB hat mitgemacht. Foto: Christina Wieth

Die Bürgerbeteiligung könnte so in Zukunft steigen, ergänzt der Oberbürgermeister. Punkte wie Edeka am Mühlwald oder die Kindergartenstandoret, sollen mit den St. Ingbertern besprochen werden“, so Ulli Meyer. Trotz der schwierigen Lage könne so an Gemeinschaftsgefühl dazugewonnen werden – und das aktuell sogar „auf Abstand“.