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SPD im Blies- und Mandelbachtal setzt auf Zusammenarbeit

SPD im Blies- und Mandelbachtal setzt auf Zusammenarbeit

Bei einer gemeinsamen Sitzung der SPD-Fraktionsführer wurden Aspekte einer möglichen interkommunalen Zusammenarbeit ausgelotet: So sei diese zum Beispiel denkbar in der Seniorenbetreuung oder der Verwaltung.

Die SPD-Fraktions-Chefs in den Stadt- beziehungsweise Gemeinderäten von Blieskastel, Gersheim und Mandelbachtal haben bei einem gemeinsamen Treffen ihre Vorstellungen zur interkommunalen Zusammenarbeit abgestimmt. Christine Streichert-Clivot (Gersheim) und Guido Freidinger (Blieskastel) erklären übereinstimmend: Die SPD im südlichen Saarpfalzkreis ist grundsätzlich zu einer engeren Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinweg bereit.

Die SPD-Vertreter sind sich einig, dass gerade vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung insbesondere solche Aufgaben für eine engere Zusammenarbeit in Frage kommen, bei denen größere Verwaltungseinheiten effizienter und damit kostengünstiger sind (zum Beispiel ambulante und stationäre Angebote im Bereich Seniorenbetreuung und Pflege sowie ärztliche und Nahversorgung im engeren Sinne) oder bei denen auf mittlere und längere Sicht Nachwuchsschwierigkeiten zu befürchten sind oder bereits bestehen (zum Beispiel Kultur-, Sport- und Freizeitangebote). In Bezug auf die Verwaltungsleistungen müsse man all jene Bereiche der klassischen Kernverwaltung überprüfen, bei denen eine Zusammenfassung zu leistungsfähigeren Einheiten ohne Verlust an Bürgernähe und Kundenfreundlichkeit darstellbar seien. Eigenständig bleiben sollten die Städte und Gemeinden insbesondere auf den Feldern, auf denen es gelte, die jeweiligen Stärken und das eigene Profil deutlicher herauszuarbeiten.

Die SPD-Fraktionsvorsitzenden sind darüber hinaus der Auffassung, dass es zur qualifizierten Entwicklung der interkommunalen Zusammenarbeit der maßgeblichen Beteiligung der jeweiligen Stadt- und Gemeinderatsfraktionen (zum Beispiel in einem Lenkungsgremium) bedarf.

Abschließend weisen die SPD-Frontleute ausdrücklich darauf hin, bei einer interkommunalen Zusammenarbeit nicht an den Grenzen der betreffenden Kommunen Halt zu machen, sondern räumlich die Entwicklung im gesamten Saarpfalzkreis und inhaltlich die langfristige Sicherung der kommunalen Daseinsvorsorge und damit die Lebensqualität in den betreffenden Städten und Gemeinden im Blick zu behalten.