Munteres Markttreiben

Sicherlich trägt die romantische Kulisse, in die der Wörschweiler Hof eingebettet ist, zur Anziehungskraft bei. Auch in diesem Jahr war hier der Kunsthandwerkermarkt gut besucht, die Gäste kamen aus nah und fern.

Selbst die wetterlich durchwachsenen Pfingstfeiertage konnten dem Wörschweiler Kunsthandwerkermarkt keinen Strich durch die Rechnung machen. An beiden Feiertagen strömten an die 1000 Besucher zum Hof der Familie Guth.

Romantisch am Ende eines Talkessels eingebettet, liegt der Wörschweiler Hof. Rinder liegen oder grasen im frischen Grün, verschiedene Obstbäume zeigen ihre Blütenpracht und an den Hängen blüht in strahlendem Gelb der Ginster. Die weiß getünchten und mit roten Ziegeln eingedeckten Stallungen ergäben mit der Umgebung zusammen das perfekte Szenario für einen saarländischen Heimatfilm. Genug Statisten und Accessoires hätte man sicherlich gefunden. Der mittlerweile siebte Kunsthandwerkermarkt hat seine feste Fangemeinde gefunden.

Ein ständiger Strom von Menschen, die kamen, verweilten und gingen, war während der zwei Pfingstfeiertage jeweils von 13 bis 17 Uhr auf dem Hof zu beobachten. Zu sehen, zu hören und zu schmecken gab es für die Besucher vieles in reichhaltiger Auswahl. Im Außenbereich, in der offenen Scheune, in den ehemaligen Stallungen und am Gartenhaus hatten die 14 bekannten und befreundeten Hobbykünstler ihre Stände aufgebaut. Da gab es viel zu sehen und zu probieren und natürlich auch zu kaufen. Sophie aus Neunkirchen hatten den Tipp, hier mal hinzugehen, von ihrem Freund Roland bekommen und wurde am Stand von Ursula Krug gleich fündig. Ein aus Filz gefertigtes Stirnband hatte es ihr angetan. Gut gefallen hat ihr auch, dass zeitgleich eingeladen war zum "Tag der offenen Gartentür" und man abseits vom eigentlichen Geschehen gemütlich durch die Anpflanzung spazieren konnte. Auch zum ersten Mal war Familie Schneider zum Hoffest gekommen. Papa Christian ist gebürtiger Altstadter, lebt aber mit Frau Eva und den Töchtern Luzie und Josefine in Köln. Beim Pfingstbesuch bei den Eltern bekam er den Tipp: "Fahr da mal hin". Alle waren begeistert. Ehefrau Eva meinte: "In Köln gibt es so was Ähnliches auch, aber diese Atmosphäre, eingebettet in der sanften Hügellandschaft, ist sehr schön." Musikalisch wurden die Gäste auch sehr gut unterhalten, so spielte am Sonntag die Gitarrengruppe Eckes mit 13 Musikanten und Sängern Folk-Wander- und Fahrtenlieder wie "Der Mai ist gekommen" oder "Wir lieben die Stürme".

Am Montag unterhielten die 25 Jagdhornbläser vom Bliesberger Hof mit B-Bläser-Jagdsignalen. Unter der Freiluftüberdachung, die gut 80 Menschen Platz bot, wurde am Nachmittag zum Kaffeeklatsch Hochdeutsch, Pfälzisch und Saarländisch "geschwätzt". Deftiges aus eigener Herstellung - wie Saumagen, Schwenkbraten und Bratwürste waren heiß begehrt. Der Erlös aus dem Verkauf der Speisen fließt in Neuerungen und Neuanschaffungen für das nächste Hoffest, erzählte Annick Guth unserer Zeitung.

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Auf einen Blick Teilnehmer: Christine Linn (Keramik), Ralf Meisel (Drechsler), Cordula Lehnhardt (Holzkunst), Sabine Fiffi (Glasschmuck), Jutta Raab (Marmeladen), Doris Kratkey (Öl, Essig, Seife), Ingrid Kühl (Silberschmuck), Annerose Betz (Klöppelarbeiten), Ursula Krug (Nähen), Mattis Madenach (Musikinstrumente), Claudia Brill (Kräuter und Rosen), Helene Konrad (Rostgartenschmuck), Peter Wasem (Brot und Gebäck), Renate Guth (Flohmarkt am Gartenhaus), Unterhaltung: Gitarrengruppe Eckes, Jagdhornbläser vom Bliesbergerhof. Unterstützung und Mithilfe bei Planung und Organisation: Ortsrat Wörschweiler . voj