Fünf Nachwuchswissenschaftler bekommen Rückenwind

Fünf Nachwuchswissenschaftler bekommen Rückenwind

Homburg. Die Freunde des Universitätsklinikums des Saarlandes fördern seit elf Jahren Forschungsprojekte junger Wissenschaftler. Am Dienstagabend vergab der Verein wieder Preise an Nachwuchswissenschaftler, die mit insgesamt 25 000 Euro dotiert waren. Aus 19 Anträgen wurden fünf Projekte von einem Wissenschaftsbeirat ausgewählt

Homburg. Die Freunde des Universitätsklinikums des Saarlandes fördern seit elf Jahren Forschungsprojekte junger Wissenschaftler. Am Dienstagabend vergab der Verein wieder Preise an Nachwuchswissenschaftler, die mit insgesamt 25 000 Euro dotiert waren. Aus 19 Anträgen wurden fünf Projekte von einem Wissenschaftsbeirat ausgewählt. Die Preisträger haben sich mit ganz verschiedenen Gebieten beschäftigt: Krebsforschung, Diabetes, Zahnimplantate, Schädel-Hirn-Traumata und Wechselwirkung zwischen Sport und Zellalterung.Corinna Busch, übrigens die einzige waschechte Homburgerin unter den fünf Preisträgern, arbeitet derzeit am Uniklinikum in Jena und untersuchte die Rolle von Knoblauch in der Krebstherapie hinsichtlich der Hemmung des Wachstums von Tumorzellen durch die so genannten Diallylpolysulfide - so heißen die schwefelhaltigen Inhaltsstoffe des Knoblauchs. Dabei analysierte die Biologin die Wirkungsmechanismen der Knoblauchstoffe. Johannes Oberwinkler, der in Berlin, in Brighton (England) und in Groningen (Holland) studierte, erforscht in Homburg die verschiedenen hormonalen Einflüsse auf die so genannten ß-Zellen, die in der Bauchspeicheldrüse das Insulin bilden und freisetzen. Stefan Rupf aus Brandenburg, der in Leipzig Zahnmedizin studiert hat, befasst sich mit der Weiterentwicklung und zerstörungsfreien Reinigung von Implantaten, um Erkrankungen des Zahnfleisches vorzubeugen.Jacek Sczygielski aus Polen, der in seiner Heimat Medizin studierte, kam über einen Studentenaustausch erstmals nach Homburg. Heute forscht und arbeitet er in der Homburger Neurochirurgie und beschäftigte sich mit der Eindämmung von Schwellungen bei einem Schädel-Hirn-Trauma mittels Kühlung und der operativen Entfernung von Teilen des Schädeldaches. Christian Werner aus Kaiserslautern, der schon mehrere Preise bekommen hat, erhielt diesmal den Forschungspreis für seine Untersuchungen über den Zusammenhang zwischen Sport und menschlichen Alterungsprozessen. maa

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