Wechselspiel in Rot und Schwarz

Homburg. In der Serie "Ausblicke - Rückblicke" zeigt die Galerie im Homburger Saalbau seit dem vergangenen Montag die Ausstellung "Rouge et Noir" des Homburger Künstlers Hermann Theophil Juncker (wir berichteten kurz)

Homburg. In der Serie "Ausblicke - Rückblicke" zeigt die Galerie im Homburger Saalbau seit dem vergangenen Montag die Ausstellung "Rouge et Noir" des Homburger Künstlers Hermann Theophil Juncker (wir berichteten kurz). In zahlreichen, meist großformatigen Arbeiten präsentiert Juncker eine Auswahl aktueller Werke, für die die Laudatoren der Vernissage im Speziellen, aber auch für das Lebenswerk Junckers im Allgemeinen nicht an Anerkennung sparten. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Hausherrn der Galerie, Homburgs Oberbürgermeister Karlheinz Schöner, der auch die Gelegenheit nutzte, Juncker zu dessen 80. Geburtstag am 9. Juni zu gratulieren und die Verdienste des Künstlers um die kulturelle Landschaft zu würdigen, waren es vornehmlich der Kunsthistoriker Dr. Jürgen Ecker und der Mediziner Professor Bernhard Kramann, die in die Ausstellung einführten. "Mit dieser Ausstellung ehrt die Stadt Homburg einen vielfältig begabten und gebildeten Künstler und Kunstpädagogen", so Ecker vor zahlreichen Gästen. "Gezeigt wird zu seinem 80. Geburtstag jedoch kein Rückblick, keine Retrospektive, keine Gesamtschau, sondern Neues, Ölgemälde, die 2008 und 2009 entstanden sind." Ecker nahm das Thema der Ausstellung "Rouge et Noire" auf und erläuterte die Sinnhaftigkeit dieses gestalterischen Rahmens. "Auf meine Frage hin, warum gerade diese beiden Farben, wies Hermann Juncker zuallererst auf seine Skepsis hin, auf mögliche Zerstörung der Erde, auf seine Angst und seine Ohnmacht als Künstler." So zeigen sich die Arbeiten auch von vielschichtiger Tiefe und lassen mehr als einmal die Spannung erahnen, die Juncker in der Transformation seiner Intentionen hin zum Werk durchlebt hat. Bernhard Kramann beleuchtete die Arbeiten Junckers im Anschluss aus der Perspektive eines Freundes und zeichnete das Bild eines Künstlers in all seinen persönlichen Facetten. Aber auch er griff den Titel der Ausstellung auf und qualifizierte ihn als Wechselspiel farbgewordener Szenarien der Gegenseitigkeit. "Rot kombiniert mit Schwarz ergibt das Gegenteil von Wärme und Liebe, es ergibt die Farbigkeit des Bedrohlichen, Bösen. Und deshalb trägt der Teufel Rot und Schwarz."

Auf einen Blick "Rouge et Noire" zeigt noch bis zum 12. Juli aktuelle Arbeiten des Homburger Künstlers Hermann Theophil Juncker in der Galerie im Saalbau. Die Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag von elf bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Führungen mit Hermann Theophil Juncker gibt es am 21. Juni, 28. Juni und 12. Juli, jeweils um 15 Uhr. thw

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