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Gemeinderat: Grünes Licht für die Markt-Erweiterung

Gemeinderat : Grünes Licht für die Markt-Erweiterung

Größer und moderner soll der Penny-Markt in Gersheim werden. Der Gemeinderat hat den Plänen in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt.

Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft. Und nachdem der neue Rewe-Markt in Gersheim offensichtlich ein Erfolg ist, sieht man auch bei dem weiteren ortsansässigen Discounter Penny am entgegengesetzten Eingang des Ortes Handlungsbedarf. Der soll größer und moderner werden. Der Gemeinerat hatte in seiner jüngsten Sitzung am Dienstagabend über die Änderung des Bebauungsplanes zu entscheiden.

Und das Votum fiel klar aus für das Gelände in der Nähe des früheren Bahnhofs, wo sich der Supermarkt ja jetzt schon befindet. Eigentlich hatte der Investor wohl vorgehabt, sozusagen im Windschatten des Rewe-Marktes, auf dem dortigen benachbarten Areal zu investieren. Dem schob aber der Gemeinderat einen Riegel vor. Es ist einhellige Meinung im Gemeinderat, dass sich der Discounter Penny am jetzigen Standort weiter entwickeln solle.

Dort soll sich die Fläche etwa um ein Drittel vergrößern. Mit einbezogen wurde in die Planung auch die benachbarten Flächen. Man will nicht, dass es dort zu ungewollten Bebauungswucherungen kommt, wie das oft im Umfeld von Supermärkten erlebt wird. Ein Anliegen der SPD-Fraktion war in diesem Zusammenhang auch die Erschließung des Geländes über einen Fußweg vom benachbarten Gewerbegebiet aus. „Hier ist der Penny nur über eine viel befahrene Straße mit 70er-Zone zu erreichen. Und dort gab es ja auch schon einen schweren Unfall“, gab SPD-Fraktionsvorsitzende Christine Streichert-Clivot zu bedenken. Jürgen Wack merkte dazu an, dass man das Penny-Gelände auch über den Freizeitweg vom Gewerbegebiet aus fußläufig erreichen könne. „Aber das ist natürlich keine Ideallösung“, wusste auch der CDU-Frontmann. Zwar waren sich alle Fraktionen einig, dass die Finanzierung eines solchen Fußweges bei der derzeitigen Finanzlage der Gemeinde sehr schwierig würde, dennoch solle eine solche Option überprüft werden.

Einstimmig zuvor auch der Beschluss über eine „öffentlich-rechtliche Vereinbarung“, so der Fachausdruck in Amtsdeutsch, zwischen der Gemeinde und dem Entsorgungsverband Saar (EVS). Dies betrifft die Verwertung des anfallenden Grünschnittes auf dem Gersheimer Heckenplatz. Die Geschichte der Heckenplätze in den einzelnen Ortschaften der Gemeinde lässt sich ja nun schon etwas länger und in der Diskussion durchaus kontrovers zurückverfolgen, zuletzt wurde ein zentraler Heckenplatz in Gersheim eingerichtet. Bisher erfolgte das Einsammeln und das Verwerten in der Regie der Gemeinde und des Saarpfalz Kreises (Abfuhr und Verwertung), ab 2018 wird der EVS die Verwertung des Schredder- und Häckselgutes übernehmen. Über die zukünftigen Kosten, so Stefan Gebhardt von der Gemeindeverwaltung, könne man derzeit nur spekulieren.

Bisher waren die Abfuhr und Verwertung der Heckenplatz-Abfälle kostenlos, „ein bisschen Luxus“, wie Stefan Gebhardt betonte. Aber um die öffentlich-rechtliche Vereinbarung mit dem EVS „kommen wir nicht ’rum", stellte der Gemeindebedienstete fest. Nach Rückfrage durch die SPD stellte Gebhardt indes klar, dass Grünabfälle der Gemeinde weiterhin „einer thermischen Verwertung“ in der Hackschnitzel-Heizung des Rathauses zugeführt werden. Insofern werde bei der Verwertung des Heckenplatz-Gutes getrennt zwischen privatem Grüngut und dem Grüngut der Gemeinde. Die neue Regelung dürfe nicht das „Energie-Konzept der Gemeinde konterkarieren“, argumentierte Christine Streichert-Clivot (SPD).

Die Gersheimer Gemeinderatssitzung war am vergangenen Dienstagabend vom Beigeordneten Klaus Hussong geleitet worden, weil Bürgermeister Alexander Rubeck aus familiären Gründen verhindert war.