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Wanderung auf Bergmannsfaden: Wanderfreunde auf den Spuren des Bergbaus

Wanderung auf Bergmannsfaden : Wanderfreunde auf den Spuren des Bergbaus

Eine Wanderung führte zu teils längst vergessenen Spuren des Saar-Bergbaus. Die Teilnehmer erfuhren auch Anekdoten aus dem Leben der Bergleute.

Neben einem vielfältigen Musikprogramm zählen auch die Führungen der Tourismus- und Kulturzentrale des Landkreises Neunkirchen (TKN) zu den Höhepunkten der diesjährigen Sommeralm. Am Samstagmittag hieß es ,,Vergangen, aber nicht vergessen“, und die Wanderfreunde begaben sich auf die Spuren des saarländischen Bergbaues. 25 Wanderfreunde konnte Wanderführer Stefan Forster mit einem herzlichen Glückauf vor der Silhouette des Schachtbockes der ehemaligen Grube Reden begrüßen. „Der Bergbau hat das Saarland geprägt“, sagte Stefan Forster. „Wir werden heute auf einer Strecke von rund sechs Kilometern interessante, spannende und teilweise schon vergessene Spuren des saarländischen Bergbaues erwandern.“

Los ging es neben den ehemaligen Werkstattgebäuden der Grube, über die Wassergärten hin zum Itzenplitzer Weiher und dem schön restaurierten Pumpenhaus. Wanderführer Forster hatte viel zu erzählen, über den Bergbau selbst, aber auch manche Anekdote aus dem Leben der Bergleute und ihrer Familien. Der heutige Berufsfeuerwehrmann der Feuerwehr Saarbrücken hat bergbauliche Wurzeln. Er arbeitete selbst einige Jahre auf der Grube Reden und auch Vater und Großvater fanden im saarländischen Bergbau Brot und Arbeit. „Früher hieß es einfach: Bub, geh uff die Grub, doh bischd du unner.“

Unter den Mitwanderern waren auch Rita Theobald und Jutta Scherne. „Wir wandern gerne und sind auch interessiert an der Geschichte des saarländischen Bergbaus. Irgendwie kommen wir Saarländer ja fast alle aus einer Bergbaufamilie“, meinte Rita Theobald. „Opa Karl war auch in Reden und mein Mann viele Jahre auf der Hauptrettungsstelle der Saarbergleute“, erzählte Jutta Scherne. „Von daher war klar, dass wir bei dieser Wanderung unbedingt dabei sein mussten.“

Das idyllisch am Itzenplitzer Weiher gelegene historische Pumpenhaus wird heute als Ort für Trauungen genutzt. Foto: Gerd Wehlack
Diese Aufnahme zeigt das Pumpwerk unterhalb der Zweigbahn, rechts das 1905 erbaute und heute noch vorhandene Ex-Stationsgebäude, in der Mitte der Sockel des Pumpenhauses. Foto: wilhelm

Vorbei am idyllisch gelegenen historischen Pumpenhaus am Itzenplitzer Weiher ging es Richtung Halde der früheren Grube Itzenplitz. Von dort hat man einen fantastischen Ausblick. Über die Pingenfelder ging es zurück zum Ausgangspunkt der bergbauhistorischen Exkursion. ,,Die Wanderung hat Spaß gemacht“, zog Gästeführer Stefan Forster zurück am Ziel eine zufriedene Bilanz.