Dracula entführt in die Welt der Untoten

Dracula entführt in die Welt der Untoten

Wegen des großen Erfolges vergangenes Jahr in der Illipse gab es jetzt im Big Eppel eine Neuauflage von „Dracula“. Die rund 60 Akteure begeisterten auch hier gemeinsam mit dem Orchester vor ausverkauftem Saal.

Schauerlich schön ist am Wochenende das Kulturprogramm im Big Eppel in Eppelborn in das neue Jahr gestartet. Gleich zwei Mal ausverkauftes Haus, darüber freute sich nicht zuletzt Kulturamtsleiter Aloysius Scholtes. Zu verdanken hatte er das große Interesse der Zuschauer, aber auch die grenzenlose Begeisterung nach den beiden Aufführungen einem bis in die Haarspitzen hochmotivierten Ensemble an Musikern und Sängern, die allesamt für ein außergewöhnliches Musicalerlebnis sorgten.

Bereits im vergangenen Jahr hat das ehrgeizige Projekt "Dracula " in der Illinger Illipse für große Begeisterung beim Publikum, aber auch bei den rund 60 Akteuren gesorgt. Der Wunsch, erneut auf der Bühne zu stehen und die wohl weltbekannte Geschichte rund um den Grafen Dracula zu erzählen, ging nun in Eppelborn in Erfüllung. Die literarische Vorlage stammt von Bram Stoker, der 1897 den gleichnamigen Briefroman verfasste, die Inszenierung als Musical entspringt der Feder des amerikanischen Komponisten Frank Wildhorn, die Texte schrieben Christopher Hampton und Don Black. Am Samstagabend schien es, als haben die Autoren Text und Musik geradezu auf den Leib der jungen Truppe geschrieben. Ständig gefordert war das Orchester aus 26 Musikern, zum größten Teil Studenten der Hochschule für Musik aus Saarbrücken, die mal romantisch, dann wieder richtig gruselig den perfekten musikalischen Rahmen für Dracula gaben. Unter der Leitung von Timo Maul hatte sich das Orchester den lang anhaltenden Applaus des Publikums mehr als verdient. In jedem Moment der Aufführung sorgte das Orchester für den perfekten musikalischen Rahmen der Bühnenhandlung. Hier gaben erfahrene Schauspieler und Newcomer alles, um Dracula lebendig werden zu lassen. Wobei, gerade um diese ewige Lebendigkeit rankt sich die Geschichte.

Als Hauptfigur begeisterte Martin Hermann, der auch die Regie übernommen hat. Er lief in seinen Soli, aber auch zusammen mit Projektleiterin Annika Hoff, die ihm als Mina Murray das Herz brach, zur Höchstform auf. Aber nicht nur Mina, auch die übrigen weiblichen Wesen, allen voran Lucy Westenra (Tatjana Deutsch) sind Dracula hoffnungslos verfallen. Für die wohl gruseligsten Momente sorgten die drei Vampirfrauen; aber auch Abraham van Helsing (David Steines) und das gesamte Team entführten die Gäste in die düstere Welt der Untoten.

Vom Thema inspiriert hatten sich Heidrun Woll aus Schwalbach und Manuela Kattler aus Köllerbach in Schale geworfen. Woll wurde bereits in Illingen von Dracula-Virus infiziert - "Ich bin Wiederholungstäterin". Sie hatte ihre Freundin Manuela mit nach Eppelborn gebracht. "Ich hätte niemals geglaubt, dass es hier so eine tolle Aufführung gibt, das vermutet man doch eher in Saarbrücken", lobte sie und ließ ihre langen Eckzähne hervorblitzen.

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