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Fußball
Saks schockt die alten Kameraden

Kevin Saks (Mitte) ist derzeit sehr beliebt bei Borussia Neunkirchen. Grund: Er trfifft das Tor wie er will.
Kevin Saks (Mitte) ist derzeit sehr beliebt bei Borussia Neunkirchen. Grund: Er trfifft das Tor wie er will. FOTO: Peter Franz
Neunkirchen. Borussia Neunkirchen hat am Sonntag in der Fußball-Saarlandliga den kriselnden Oberliga-Absteiger FV Eppelborn mit 3:1 (2:0) bezwungen. Kevin Saks, der im Sommer vom FV zur Borussia wechselte, traf zwei Mal gegen seinen Ex-Club. Von Philipp Semmler

Jan Berger, der Trainer des FV Eppelborn, war am Sonntag frustriert. Auch im sechsten Saisonspiel konnte seine Elf nicht den ersten Sieg der neuen Runde einfahren. Der Oberliga-Absteiger befindet sich nach dem 1:3 (0:2) vor 350 Zuschauern bei Borussia Neunkirchen weiter in der Krise. Dass die sportliche Talfahrt des FV auch im Ellenfeld weiterging, dafür sorgte ausgerechnet ein ehemaliger Eppelborner: Kevin Saks, der im Sommer vom Berger-Team in die Hüttenstadt wechselte, sorgte mit zwei Treffern für eine frühe Vorentscheidung zugunsten der Gastgeber. „Kevin hat heute den Unterschied gemacht. Er hat gezeigt, warum er der stärkste Stürmer in dieser Spielklasse ist“, erklärte Berger.


Zumindest von den Zahlen her betrachtet, stimmt der zweite Teil dieser Aussage nicht ganz. Denn mit nun sieben Saisontreffern liegt der 24-Jährige „nur“ auf Rang zwei der Torjägerliste hinter Tim Roob vom VfL Primstal (acht Treffer). Auch Steffen Bohl (SV Elversberg II) sowie Melvin Heid (SV Auersmacher) haben sieben Saisontreffer auf ihrem Konto. Am Sonntag schlug Saks zum ersten Mal in der 19. Minute zu. Da brachte Daniel Ruschmann einen Freistoß von der rechten Seite vor die Hütte. FV-Innenverteidiger Lucas Becker verschätzte sich beim Versuch, mit dem Kopf zu klären. So ging die Kugel durch an den zweiten Pfosten. Dort nahm Saks das Leder mit der Brust an und hämmerte es zum 1:0 für die Gastgeber ins Netz.

Neunkirchen war vor und nach diesem Tor das bessere Team. Die Elf von Trainer Björn Klos legte in der 33. Minute das 2:0 nach. Eppelborns Nicolas Jobst konnte den durchgebrochenen Tim Cullmann nur noch mit einem Reißen am Trikot im Strafraum stoppen. Schiedsrichter Jörg Probst gab Elfmeter und den verwandelte Saks zum Pausenstand. In der 74. Minute hatte der FV Pech, als Dominik Strauß an den Pfosten köpfte. Diese Szene blieb eine der wenigen gelungenen Offensivaktionen der Gäste. Sechs Minuten danach machten die Borussen den Sack zu. Furkan Erdogan bediente den eingewechselten Tim Klein. Der 20-Jährige schob das Leder anschließend an FV-Torwart Dennis Lissmann vorbei zum 3:0 ins Netz. Der Eppelborner 1:3-Anschlusstreffer durch Maurice Schwenk fünf Minuten danach war nur noch Ergebniskosmetik.



„Das war ein verdienter und ungefährdeter Sieg von uns und eine gute Reaktion auf das Quierschied-Spiel“, freute sich Borussen-Trainer Klos. Gegen die Spvgg. Quierschied hatte seine Mannschaft eine Woche zuvor die erste Saisonniederlage kassiert (0:1). Durch diese Pleite war die Borussia von der Tabellenspitze auf Rang vier im Klassement zurückgefallen. Nach dem Sieg gegen gegen Eppelborn sind die Hüttenstädter jetzt zumindest wieder Dritter – mit zwei Punkten Rückstand auf Spitzenreiter SV Auersmacher. Der FV Eppelborn steckt dagegen als Drittletzter in den hinteren Tabellenregionen fest. „Für uns könnte es diese Saison auch Abstiegskampf geben. Darauf müssen wir uns einstellen“, sagt Trainer Berger.

Der Übungsleiter hofft, dass eine Mannschaft zumindest bald wieder ins eigene Illtalstadion zurückkehren kann. „In 14 Tagen bis vier Wochen könnte es soweit sein. Die Arbeiten an der neuen Platzdecke haben begonnen“, berichtet Berger. Die Heimspielstätte des FV war in der Sommerpause bei einem Unwetter verwüstet worden (wir berichteten mehrfach). Deshalb musste Eppelborn bislang in allen Saisonpartien auswärts antreten.

Die nächste Partie in der Fremde steht für die Berger-Elf am Samstag an. Dann geht es um 17 Uhr zum VfL Primstal. Neunkirchen empfängt am Samstag um 15.30 Uhr den punktgleichen Tabellenzweiten SV Elversberg II zum Spitzenspiel.