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Fußball
Spitzenreiter Koblenz kommt nach Wiesbach

Wiesbach. Fußball-Oberligist FC Hertha Wiesbach empfängt am morgigen Mittwoch um 19.30 Uhr zu einem Nachholspiel des fünften Spieltags Rot-Weiß Koblenz. Die Partie war wegen des DFB-Pokalspiels der Rot-Weißen am 19. August gegen Fortuna Düsseldorf (0:5) verlegt worden. Von Philipp Semmler

Koblenz eroberte am Sonntag durch einen 3:1-Sieg gegen Röchling Völklingen Rang eins der Tabelle. „Rot-Weiß hatte schon in den vergangenen Jahren eine starke Mannschaft. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass sie diese Runde lange ganz oben dabei bleiben“, sagt Hertha-Trainer Michael Petry über den noch verlustpunktfreien Spitzenreiter.


Seine Mannschaft musste dagegen am Samstag Zähler abgeben: Wiesbach verlor zum zweiten Mal in Folge ein Auswärtsspiel mit 1:3. Nachdem die Hertha vor 14 Tagen beim FV Engers mit diesem Ergebnis den Kürzeren gezogen hatte, gab es nun vor 185 Zuschauern ein 1:3 bei Aufsteiger Arminia Ludwigshafen. Dadurch rutschte das Petry-Team auf Rang zehn der Tabelle ab. Mit einem Sieg gegen Koblenz könnte die Hertha allerdings wieder bis auf Platz vier vorrücken. Um dem Spitzenreiter ein Bein stellen zu können, müssen die Gelb-Schwarzen allerdings vor allem in der Offensive kaltschnäuziger agieren als in Ludwigshafen. „Wir haben dort viel Ballbesitzt gehabt, oft kam aber der letzte Ball in die Spitze nicht an“, musste Petry zugeben.

Das lag auch daran, dass die beiden etatmäßigen Stürmer Norbert Neumann (Patellasehnen-Verletzung) und Ruddy Mpassi (muskuläre Probleme) nicht mit dabei waren. „Es war schon zu merken, dass wir keinen gelernten Stürmer auf dem Platz hatten“, erklärte Wiesbachs Trainer. Der 41-Jährige hatte die Mittefeldspieler Lukas Feka und Maurice Urnau im Angriff aufgeboten. Petry hofft, dass zumindest Mpassi gegen Koblenz wieder mitwirken kann. In Ludwigshafen gingen die tief stehenden und auf Konter lauernden Gastgeber in der 32. Minute durch Jannik Styblo in Führung. Nach einer Stunde bediente Styblo im Anschluss an einen Sololauf Nauwid Amiri und der vollstreckte zum 2:0. Kurz zuvor hatte Wiesbach Pech bei einem Pfostenschuss von Hendrik Schmidt gehabt.



Eine Viertelstunde vor Schluss verkürzte Giovanni Runco für die Hertha auf 1:2. Seine als Flanke gedachter Ball schlug zum Anschlusstor im langen Eck ein. Fünf Minuten danach hatte Feka eine Großchance zum Ausgleich. Er scheiterte aber an Arminen-Torwart Kevin Umlauf. In der Nachspielzeit gelang Marco Reich noch das 3:1 für die Hausherren.